Projektübersicht

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Nordrhein-Westfalen18.01.2024
Städte und urbane Landschaften
Gewässer und Auen

Masterplan Niersgebiet: Umgestaltung der Niers im Bresgespark

Niersrenaturierung Bresgespark

Im Projekt „Bresgespark“ gestaltet der Niersverband eine innerstädt. Parkanlage mit überwiegend altem Pappelbestand in eine naturnahe Gewässerlandschaft mit standorttypischen Auwald um. Vorhandene Durchgängigkeitsbarrieren (Wehre) werden zurück gebaut und Raum für Hochwasserrückhaltung geschaffen. Zusätzlich wird die Einleitsituation einer großen kommunalen Regenwassereinleitung so verändert, dass es künftig bei Starkregen nicht mehr zu Rückstau in die Kanalisation kommt. Die im Stadtgebiet Mönchengladbach techn. ausgebaut Niers hat bisher weitgehend das Erscheinungsbild eines Kanals. Überflutbare Gewässerauen fehlen völlig. Der Zusammenhang zwischen Gewässer und Aue mit ihren unterschiedlichen Funktionen kann sich heute dem Betrachter nicht mehr erschließen. Mitten im Stadtgebiet schafft der Niersverband für die Bürger der Stadt eine neue, naturnahe Landschaft und fördert das Verständnis ökologischer Zusammenhänge.
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Hessen18.01.2024
Gewässer und Auen
Kultur- und Agrarlandschaften

Gilsa-Renaturierung in Jesberg – Ein integrativer Ansatz von Landnutzung und Hochwasserschutz (Klimaschutz)

Gilsa- Renaturierung in Jesberg

Die Gemeinde Jesberg hat seit Jahren mit Trockenperioden zu kämpfen, kleinere Bäche fallen zeitweise trocken. Ursächlich dafür sind die geogr. Lage und der geolog. Untergrund. Die Klimakrise verschärft dieses Problem. Diese hydrologischen Veränderungen haben negative Folgen für das Ökosystem Aue. Die Erwärmung des Gewässers oder das Austrocknen haben zur Folge, dass an diesen Lebensraum gebundene Arten nicht überleben können. Um das Gewässer Gilsa resilienter gegenüber den Folgen der Klimakrise zu machen und den Zielarten Groppe und Bachneunauge ein lebenswertes Habitat zu ermöglichen, wird ein Renaturierungsprojekt durchgeführt. Dabei wird ein integrativer Ansatz zwischen ökologischer Grünlandnutzung und Hochwasserrückhaltung gewählt. Für die Umsetzung wurde die Eigendynamik des Gewässers durch die Öffnung der Uferränder aktiviert. Verstärkt wurde dies durch den Einbau von Störsteinen und durch die Anlage von Nebenarmen. Die Anhebung der Sohle fördert ein frühes Ausufern. Zusätzlich werden im Gelände Vorlandwälle für die Rückhaltung von Hochwässern aufgeschüttet. Diese parallel an den Höhenlinien ca. 0,5 m hohen und flach auslaufende Wälle werden entgegen der Fließrichtung des Gewässers angelegt. Sie bewirken eine Verzögerung des Hochwasserabflusses und sind weiterhin landwirtschaftlich nutzbar. Bei höheren Wasserständen staut sich das Hochwasser vor den Wällen und wird ins Vorland geleitet. Erg.: Resilienz durch Grundwassereinspeisung und Minderung Hochwassergefahr.
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Bayern18.01.2024
Gewässer und Auen

Projekt zu Schutz und Optimierung von Quellen und Quellbächen in Bayern

Quellschutzprojekt

Der Quellschutz spielt bereits seit 30 Jahren in der Gewässerschutzarbeit des LBV -Landesbund für Vogel- und Naturschutz eine zentrale Rolle. Um den Zustand dieser gefährdeten und von hochspezialisierten Arten besiedelten Lebensräume zu verbessern, arbeiten wir in ganz Bayern eng mit Behörden, Forstmitarbeitern aber auch mit Kommunen zusammen. Der Erhalt natürlicher Quellen, aber auch die Durchführung von Maßnahmen an beeinträchtigten Quellen sind ein Schwerpunkt des vom Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU) geförderten Projektes. So wurde in den vergangenen Jahren ehemalige Trinkwasserfassungen rückgebaut und die Quellen dadurch renaturiert. Weiterhin erfolgt in ausgewählten Gemeindegebieten eine flächendeckende Erfassung von Quellen auf Kommunalgebiet. Neben praktischen Umsetzungsmaßnahmen ist insbesondere der Erhalt naturnaher Quellen und Quellbäche von größter Bedeutung. Um den Quellschutzgedanken in die Fläche zu tragen, werden Multiplikatoren eingebunden und die Öffentlichkeit durch Vorträge und Exkursionen für den Schutz dieser gefährdeten Lebensräume sensibilisiert. Die im Rahmen des Projektes erstellte und erst kürzlich überarbeitete "Handlungsanleitung für den Quellschutz" stellt auch über die Grenzen Deutschlands hinaus eine wichtige Grundlage für die Quellschutzarbeit dar.

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Nordrhein-Westfalen18.01.2024
Gewässer und Auen
Wälder

Tuff LIFE Projekt

LIFE17 NAT/DE/000497

Auf Wanderungen und Spaziergängen verleihen Kalktuffquellen unserem Landschaftsbild Mysteriöses und Faszinierendes. Nicht von ungefähr tragen wir daher für diesen Lebensraum hier in der Mittelgebirgslandschaft Ostwestfalens zwischen Weserbergland, Eggegebirge und dem südöstlichen Hochsauerland eine besondere Verantwortung für diesen zum europäischen Naturerbe zählenden Lebensraum, der hier seinen Verbreitungsschwerpunkt in Nordrhein-Westfalen findet, um diesen zu erhalten, gezielt zu fördern und langfristig zu schützen. Daher wurde im Herbst 2018 in den Kreisen Höxter und Paderborn, das von EU und Umweltministerium NRW ko-finanzierte Tuff LIFE Projekt vom Regionalforstamt Hochstift ins Leben gerufen. Um der Besonderheit und der Schutzwürdigkeit des Lebensraum Kalktuffquelle, dem Gefährdungspotential, dem der Lebensraum ausgesetzt ist, Rechnung zu tragen und entsprechende Maßnahmen zur Verbesserung von Kalktuffquellen und Bachoberläufen auf den Weg zu bringen. So konnten in den fünf FFH-Gebieten der Projektkulisse, Kalktuffquellen und daran anschließende Bachoberläufe gezielt durch verschiedene Maßnahmen verbessert werden. Dazu gehört die Entnahme von Fichten und Nadelholz, deren herabfallende Nadeln den ph-Wert des Gewässers negativ beeinflussen, der Rückbau von nicht mehr benötigten oder zu schmalen Rohrdurchlässen, der Einbau von größeren Rohr- und Rahmenprofilen, die Anlage von befestigten/unbefestigten Furten, die Anlage von Mangelhabitaten.
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Brandenburg18.01.2024
Gewässer und Auen

Erhalt und Wiederansiedlung der Bachmuschel (Unio crassus) in Fließgewässern Brandenburgs

LIFE Bachmuschel

Noch bis Mitte des 20. Jahrhunderts war die Bachmuschel eine der häufigsten Muschelarten in Brandenburg und kam in nahezu allen Fließgewässern vor.

Heute ist sie deutschlandweit vom Aussterben bedroht. Dabei ist die Bachmuschel von enormer ökologischer Bedeutung und zählt zu den sogenannten Schirmarten, das bedeutet ihr Schutz sichert das Überleben vieler weitere Arten im Lebensraum Fließgewässer.

Gründe für den Rückgang der Muschelpopulatonen sind der Verlust von intakten Fließgewässern: Vor allem bauliche Veränderungen an den Gewässern hatten und haben einen negativen Einfluss. Durch die Begradigung und den Ausbau wurden Lebensraumstrukturen wie Totholz und flutende Wasserpflanzenvegetation entfernt, wodurch die Fließgewässer ohne Eigendynamik und Heterogenität sind.

Die Bachmuschel braucht ein funktionierendes, ökologisch intaktes Fließgewässersystem mit entsprechenden Habitaten zum Überleben – und genau hier setzt das Projekt wir an: Mit dem Einbau von Kies und Totholz erhalten die Flüsse und Bäche wieder mehr Sturktur und Dynamik, still gelegte Altläufe werden wieder angeschlossen und nicht mehr benötigte Entwässerungsgräben verschlossen. Mit der Pflanzung von Hecken und weiteren Ufergehölzen und der Anlage von Gewässerrandstreifen sollen zukünftig Sediment- und Nährstoffeinträge minimiert werden.

In Fließgewässern, in denen die Bachmuschel heute ausgestorben ist, wird auch die Wiederansiedlung eine Maßnahme sein.

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Nordrhein-Westfalen18.01.2024
Gewässer und Auen

Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie des Kreises Euskirchen an ausgewählten Modellvorhaben - Wasserhaltung in der Börde

Wasserhaltung in der Börde

Im Fokus des KoMoNa-Projektes "Wasserhaltung in der Börde" steht die Stärkung der Klimawandelresilienz von Feuchtgebieten, vor allem von dem Artenschutz dienenden Stillgewässern. Die geplanten Maßnahmen schaffen zudem ein erhöhtes Retentionsvolumen der projektierten Gewässer. Somit ergeben sich Synergien zum Hochwasserschutz, der nach der Hochwasserkatastrophe im Juli 2021 in der Projektregion sehr stark an Bedeutung gewonnen hat. Das Projekt hat insbesondere zum Ziel, durch den Erhalt auch in Trockenjahren durchgehend bespannter Artenschutzgewässer zahlreiche geschützte Arten zu erhalten und zu fördern. Für einige dieser Arten, insbesondere den Springfrosch, besteht eine hohe Verantwortlichkeit des Kreises Euskirchen für den Erhalt der NRW-Population.

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Bayern18.01.2024
Gewässer und Auen
Kultur- und Agrarlandschaften

Büffel als Biobagger im Niedermoor bei Jettenbach

Büffel als Biobagger

In einem für ganz Bayern modellhaften Weideprojekt im Landkreis Mühldorf am Inn zeigt der BUND Naturschutz, wie eine Partnerschaft zwischen Naturschutz und Landwirtschaft zum Nutzen beider Seiten gestaltet werden kann. Seltene Arten wie Gelbbauchunke, Laubfrosch, Kriechender Scheiberich und Zauneidechse werden durch die Beweidung mit Wasserbüffeln und Rindern gefördert. Dank der Initiative des BN ist Artenschutz und Landschaftspflege durch Beweidung zu einem wesentlichen Standbein des beteiligten landwirtschaftlichen Familienbetriebs geworden.

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Schleswig-Holstein18.01.2024
Gewässer und Auen

Anbindung der Schwartau an den Talraum und Einleitung einer eigendynamischen Entwicklung von Gew.-Stat. 4+750 (Riesebusch) bis 8+900 (unterhalb der Hobbersdorfer Mühle)

Auenprojekt Schwartau

Die in den 30er Jahren in einem Auetal des Kreises Ostholstein in Schleswig-Holstein ausgebaute und vertiefte Schwartau wurde auf einer Länge von ca. 4.150 m renaturiert, um die Entwicklung der anliegenden Flächen zu einer hochwassergeprägten Auenlandschaft mit Au-/ Bruchwaldbereichen einzuleiten. Das Projekt ist in seinem Umfang sowie in der Realisierbarkeit der großflächigen Wasserspiegellagenanhebung um bis zu 70 cm und der daraus resultieren Vernässung einzigartig. Außerdem zeichnet sich das Projekt durch die gelungene, enge und intensive Zusammenarbeit der Flächeneigentümer (Hauptsächlich den Landesforsten Schleswig-Holstein, teilweise WBV Schwartau), der Fachbehörden (UWB, UNB, UBB), dem Land Schleswig-Holstein und dem WBV Schwartau als Maßnahmenträger aus. Weitere Besonderheiten ist die Laufverlängerung um ca. 20 % sowie beim Ablusszustand Q330 die Erhöhung der natürliche Überflutungsfläche von 0 ha auf ca. 3,5 ha an 35 Tagen im Jahr (Verdopplung der rezenten Aue in SH) mit dem Ziel der Entwicklung von Auwald. Bei einem jährlichen Hochwasser (HQ 1) ist eine Zunahme um 20% der Überflutungsflächen auf ca. 30 ha (1 mal im Jahr) erreicht worden.
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Bayern18.01.2024
Gewässer und Auen

Wiederbelebung Kleine Paar

Wiederbelebung Kleine Paar

Ökosystem Bach "Kleine Paar" wiederbeleben über 2 Landkreise, durch 2 Gemeinden in Eigenleistung. Mit freiwilligen Helfern, Maßnahmen im Unterhalt (ohne langjährige Verfahren) günstig und schnell wirksam umsetzen, ohne Planer und Baufirmen. Mit Aufwertung des Gewässerökosystems sollen auch verschollene Arten wiederangesiedelt werden (Fische, Krebse, Pflanzen). Hierzu wird bereits mit Behörden (Fischereifachberatung, LfU) und Landesfischereiverband zusammengearbeitet. Außerdem finden selbst organisierte Veranstaltungen statt, um die Bevölkerung wieder an den Bach zu holen (Gewässertag, Modelbootrennen von Baar nach Holzheim, Führungen, Fischbesatz und Brutboxenbetruung). Unser Projekt soll als Blaupause für viele kleine Gemeinden mit Gewässern dritter Ordnung dienen. Es soll auch verdeutlicht werden, das ein Gewässer an der eigenen Gemeinde nicht endet, und daher eine enge Zusammenarbeit mit Nachbarn notwendig ist. Es soll angetrieben werden, das die "Kleine Paar" auf ihren 26 km bis in die Donau wieder durchgängig wird.

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Sachsen18.01.2024
Gewässer und Auen
Wälder

Projekt Rettungsnetz Wildkatze - Gemeinsam Grüne Wege gehen

Wildkatze

Das Projekt "Projekt Rettungsnetz Wildkatze - Gemeinsam Grüne Wege gehen" hat sich mit den Projektpartnern dem Land- und Forstwirtschaftsbetrieb Carlowitz KG und der Gemeinde Lossatal eine Gewässerrenaturierung einhergehend mit der Pflanzung eines Wildkatzenkorridors entlang der Lossa zum Ziel gesetzt. Die Europäische Wildkatze (Felis silvestris) dient dabei als eine Leitart für den Waldverbund in Deutschland und in Sachsen. Denn von Wildkatzenkorridoren aus Bäumen und Büschen profitieren nicht nur die scheuen Raubtiere, sondern auch viele weitere kleine und große waldgebundene Arten. Bei ihrer Wanderung orientiert sich die Wildkatze häufig an linearen Strukturen in der Landschaft wie beispielsweise Gewässerläufen und ist dabei keineswegs wasserscheu.

Die Renaturierung der Lossa erfolgte auf einer Länge von 720m. Die Altarme wurden wiederhergestellt und mit Hilfe von ingenieurbiologischen Bauweisen aus Weidensetzstangen wurde die Gewässereigendynamik initiiert. Außerdem wurden zwei große Pflanzfeste organisiert, an denen insgesamt über 300 Freiwillige geholfen haben, um 3.000 heimische Bäume und Sträucher einzupflanzen.

In der Nähe des Korridors wurde ein Wildkatzenlehrpfad errichtet, der auf zwei Kilometern an insgesamt sieben Stationen über das Leben der Wildkatze und das Korridor-Projekt aufklärt. Das Projekt vereint also eine Gewässerrenaturierung, Biotopverbund für die Leitart Wildkatze, Freiwilligen-Engagement, das Vernetzen von Akteur*innen und Umweltbildung.

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Thüringen18.01.2024
Gewässer und Auen

Werrarenaturierung zwischen Frankenroda und Falken

Werraschleife Frankenroda II

Die von den Felsköpfen des Werraprallhanges bei Probsteizella und den bewaldeten Hängen des tief eingeschnittenen, engen Flusstales geprägte Landschaft ist von besonderer Eigenart und Schönheit. Die Werraaue zwischen Frankenroda und Falken zeichnet sich durch ihre relativ abgeschiedene Lage und Unzerschnittenheit aus. Aufgrund der Eintiefung der Werra sowie der über lange Zeiträume erfolgten Anlandung auf den Auenflächen am Gleithang der Werra gab es in jüngerer Vergangenheit nur selten eine Korrespondenz zwischen Fluss und Aue. Ziel des Projektes war es deshalb, über eine Absenkung der linksseitigen Uferböschungen an mehreren Bereichen das Einströmen von Werrawasser in die Aue wieder zu gewährleisten. Die Einleitung erfolgt dabei so, dass bei steigenden Wasserständen in der Werra mehrmals im Jahr Wasser direkt bzw. rückwärtig in die Aue einströmt. Durch entsprechende Schwellen in den Einlaufbereichen wird gewährleistet, dass das eingeströmte Wasser bei sinkendem Wasserspiegel nicht vollständig in der Werra zurückfließt. Es erfolgte die Anlage von unterschiedlich strukturierten Auenstandgewässern, Schlenken und Altarmstrukturen mit wechselndem Wasserstand und variabler Wassertiefe. Eine extensive Beweidung erhält die offenlandgeprägten Lebensräume, während sich (Ufer-) Säume und Gewässer überwiegend nutzungsfrei entwickeln können. Das Projekt initiierte damit die Entwicklung eine naturnahen, artenreichen und auetypischen Lebensgemeinschaft auf repräsentativer Fläche.
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Niedersachsen18.01.2024
Gewässer und Auen

Vielfalt in Geest und Moor

Durchgängigkeit Visbeker Aue

Im Rahmen des Projektes "Vielfalt in Geest und Moor" wird gerade die Anlage einer Sohlengleite geplant, welche die Durchgängigkeit der Visbeker Aue herstellen wird. Das ökologisch wertvollste Nebengewässer der Hunte zwischen Wildeshausen und Oldenburg ist die Visbeker Aue, ein kiesgeprägter Geestbach, der als Hauptgewässer 1. Priorität im Niedersächsischen Fließgewässerschutzsystem eingeordnet ist. Bei Aumühle befindet sich eine alte Stauanlage, die ein absolutes Aufstiegshindernis für alle wassergebundenen Arten darstellt. Bei Herstellung der Durchgängigkeit wird ein Biotopverbund für Neunaugen, Meerforellen und Lachse von der Nordsee über Weser und Hunte in die Aue hergestellt. Damit können 27 Km Fließgewässer im Oberlauf der Aue angeschlossen werden. Das Projekt „Vielfalt in Geest und Moor“ wird gefördert im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz sowie dem Land Niedersachsen aus dem Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz (vertreten durch den NLWKN).
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Baden-Württemberg18.01.2024
Gewässer und Auen

Revitalisierung der Elz – Dammrückverlegung und Strukturverbesserung bei Riegel und Köndringen (Deutsche Bahn Ersatzmaßnahmen E2-E4)

Revitalisierung Elz Riegel/Köndringen

Die Elz liegt im Süden Baden-Württembergs und fließt durch den Schwarzwald und die südliche Oberrheinebene. Der im 19. Jahrhundert begradigte und durch monotone Gewässerstrukturen geprägte Fluss wurde im Zuge von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen der DB Netz AG (Ausbau der Rheintalbahn, Ausbau- und Neubaustrecke Karlsruhe-Basel, Planfeststellungsabschnitt 8.1) durch den Landesbetrieb Gewässer des Regierungspräsidiums Freiburg zwischen 2015-2017 in 3 Abschnitten (E2-E4) zwischen Riegel am Kaiserstuhl und Köndringen auf einer Gesamtlänge von 3,5 km naturnah umgestaltet. Dabei wurden Hochwasserdämme zurückverlegt und diverse Strukturverbesserungsmaßnahmen vorgenommen. Ziel der Maßnahmen waren darüber hinaus die Schaffung vielfältiger Lebensräume und daraus folgend die Förderung des Artenreichtums innerhalb des etwa 35 ha großen Gebietes. Die Ergebnisse verschiedener seit 2018 durchgeführter Monitorings bestätigen bereits den großen Erfolg der Maßnahmen: Neben einer Vielzahl auentypischer Arten konnten bereits nach kurzer Entwicklungszeit zahlreiche besonders geschützte und Rote Liste Arten nachgewiesen werden. Überdies stellt die Maßnahme einen wichtigen Baustein zum Erreichen des guten ökologischen Zustands der Elz im Sinne der Wasserrahmenrichtlinie dar.

Durch Rückverlegung der Hochwasserdämme wurde auch der Hochwasserschutz verbessert und neue Auenflächen mit einem Retentionsvolumen von insgesamt 380.000 m³ geschaffen, die nun bei Hochwasser wieder regelmäßig überflutet werden.

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Niedersachsen18.01.2024
Gewässer und Auen

Hase verbindet - Insektenvielfalt an Fließgewässern fördern

Hase verbindet

Die biologische Vielfalt, Struktur und Dynamik an der Hase ist im derzeitigen Zustand stark eingeschränkt. Intakt sind die ökologischen Funktionen einer naturnahen Gewässerlandschaft nur in ganz wenigen Bereichen. Insbesondere die Situation der Köcherfliegen und Libellen ist als kritisch zu beschreiben.

Kernziel des Projektes ist es daher, die biologische Vielfalt und die standorttypischen Lebensraumqualitäten im gesamten Gewässernetz der Hase und der begleitenden Auenbereiche speziell für die Köcherfliegen- und Libellenfauna zu verbessern. Hierfür soll die Strukturvielfalt erhöht und die Wassertemperatur und die Sauerstoffbedingungen optimiert werden.

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Bayern18.01.2024
Gewässer und Auen
Wälder

future forest

Wiederherstellung des Auwaldes in der Gemeinde Scheuring

Die Gemeinde Scheuring besitz besitzt 139 ha Fläche, davon 86 ha Wald am Lech, die im ehemaligen Überschwemmungsbereich östlich des Flusses liegen.

Der frühere Auwald war 1980 noch hauptsächlich mit Nadelholz ( Fichte+Kiefer) bestockt.

Die letzten 40 Jahre wurde der Wald wieder in einen Auwald zurückgebaut.

Neben der Wiederaufforstung von Schadflächen ( Windwurf-+Borkenkäfer) wurde hauptsächlich mit Vorbau gearbeitet und das Laubholz unter Schirm gepflanzt.

Nachdem 2012 die Jagd als Eigenjagd zurückgeführt wurde, können seitdem die Pflanzungen ohne Zaunschutz erfolgen, was vorher unmöglich war und die Geschwindigkeit des Umbaues massiv erschwert hat.

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Niedersachsen18.01.2024
Gewässer und Auen
Wälder

EmsLand - Auenentwicklung an der Ems zwischen Salzbergen und Dörpen

EmsLand

Das Projekt "EmsLand" hat die Erhöhung der Biotopvernetzung im Auen - und Uferbereich der Bundeswasserstraße Ems sowie die Förderung der Auendynamik zum Ziel. Dazu sollen innerhalb des Vorhabens 18 bereits geplante Maßnahmen zur Wiederherstellung und Diversifizierung auentypischer Lebensräume, zur Quervernetzung von Fluss, Ufer und Aue, zur Renaturierung von Zuflüssen der Ems und zur Förderung einer naturnahen Wasserstanddynamik umgesetzt werden. Dabei handelt es sich im Einzelnen um die Anlage und Entwicklung von neuen Auengewässern, Sekundärauen, Feuchtwiesen und Auwäldern und die naturnahe Entwicklung von Zuflüssen. Weitere zielführende Maßnahmen sollen innerhalb der Projektlaufzeit durch eine Arbeitsgruppe aus Vertretern der lokalen Akteure wie zum Beispiel der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung, den Unterhaltungsverbänden, den örtlichen Vereinen und Landnutzern geplant und umgesetzt werden. Zur dauerhaften Sicherung der Projektziele sind der Erwerb von Maßnahmenflächen, Vertragsnaturschutzmaßnahmen auf Privatflächen sowie besucherlenkende und akzeptanzfördernde Maßnahmen geplant. Damit leistet das Projekt "EmsLand" durch die Renaturierungsmaßnahmen in der Aue und den zufließenden Gewässern einen bedeutenden Beitrag zur Auenentwicklung und Auendynamik an der Ems.

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Niedersachsen18.01.2024
Gewässer und Auen

Artenvielfalt in der Aller – Neue Lebensräume für die Barbe

Das Barben-Projekt

Mit dem Barben-Projekt verfolgt die Aktion Fischotterschutz e.V. das Ziel, die anspruchsvolle und im Einzugsgebiet der Aller seltene Fischart Barbe (Barbus barbus) zu stärken und ihre Ausbreitung sowie die biologische Vielfalt in den Fließgewässern im südöstlichen Niedersachsen zu fördern. Hierfür werden vielfältige, strukturreiche Habitate entwickelt und vernetzt, welche die Voraussetzung für eine starke Barbenpopulation und eine gewässertypische Fischartenzusammensetzung sind.

Aufgrund der starken Eingriffe durch den Menschen in den Verlauf und den Wasserhaushalt von Fließgewässern in Deutschland sind im letzten Jahrhundert die Bestände vieler Fischarten stark zurückgegangen. Arten, die hohe Ansprüche an Lebensraum und Wasserqualität stellen, haben unter der Verschmutzung und dem naturfernen Ausbau vieler Gewässer stark gelitten. Besonders betroffen sind wandernde Fischarten, wie z.B. die Barbe, die in ihrem Lebenszyklus weite Strecken zurücklegen und auf frei durchgängige Gewässer angewiesen sind. War die Barbe früher an vielen Flüssen in ganz Niedersachsen weit verbreitet, ist sie heute nur noch in wenigen Gewässern in geringer Individuendichte anzutreffen. Sie zählt zu den Fischarten, für deren Vorkommen und Ausbreitung Deutschland eine große Verantwortung trägt. Seit 2018 werden in Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern in den Gewässern Revitalisierungsmaßnahmen zur Erhöhung der Lebensraumvielfalt für die Barbe und weitere Wasserlebewesen umgesetzt.

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Baden-Württemberg18.01.2024
Städte und urbane Landschaften
Gewässer und Auen

Strukturmaßnahmen für die naturnahe Entwicklung des Neckars und Wiederanbindung der Feudenheimer Au, Mannheim / BA 1 - Projektphase Nord

Au-Gewässer in der Feudenheimer Au

Das rd. 44 ha große Landschaftsschutzgebiet "Feudenheimer Au" in Mannheim wurde in den letzten Jahrzehnten vorrangig durch die konventionelle Landwirtschaft genutzt. In Anlehnung an die historische und ökologische Bedeutung der Au wurde bis zur Bundesgartenschau im Jahr 2023 (BUGA 23) eine ökologische Aufwertung vollzogen: ein naturnahes Gewässer (See), das mittels eines kleinen Bachlaufes entlang des ursprünglichen Neckarverlaufs gespeist wird, wurde realisiert. So sind in der Au gemäß ihrer ursprünglichen Funktion wieder wichtige Biotopstrukturen und Habitate, z.B. für Insekten, Vögel, Fledermäuse und Reptilien, entstanden. Perspektivisch wird die Au in den nächsten Jahren an den Neckarkanal angeschlossen, sodass der durch die Maßnahme entstandene See in der Au mit Neckarwasser gespeist wird.
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