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Niedersachsen17.10.2022
Gewässer und Auen

Naturnahe Flussdynamik an der niedersächsischen Ems

Ems

Das Emstal ist der prägendste Naturraum im Landkreis Emsland.

Durch die Umwandlung ehemaliger Auwaldbestände in Wiesen, Weiden und Ackerland wurde aus der ehemaligen Naturlandschaft eine moderne Kulturlandschaft.

Um die Restbestände wertvoller Natur zu erhalten und weiterzuentwickeln, wurde an der Ems im Rahmen eines Life-Natur-Projekts “Naturnahe Flussdynamik an der niedersächsischen Ems” mehr Naturnähe geschaffen.

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Bayern12.10.2022
Gewässer und Auen
Moore und Feuchtgebiete

Naturschutzgroßprojekt Regentalaue zwischen Cham und Pösing

NSG Regentalaue

Das Regental zwischen Cham und Pösing gehört mit seinem Mosaik aus Weihern, Feuchtwiesen, Fließgewässern, Altwässern und Verlandungszonen zu den wichtigsten und artenreichsten Rückzugsgebieten für gefährdete Tiere und Pflanzen in Bayern. Auf ca. 15 km² leben über 1.000 Tier- und 600 Pflanzenarten. Für viele Arten ist es eines ihrer letzten Rückzugsgebiete. Darüber hinaus sind die Rötelseeweiher Standort für hochspezialisierte Pflanzenarten.

Von internationaler Bedeutung ist das Gebiet allerdings wegen seiner Vogelwelt. Seit 1970 wurden 293 verschiedene Vogelarten (140 Brutvogelarten und 153 Gastvogelarten) beobachtet. Dies entspricht 75 % der bayerischen Vogelarten. Durch die hohe Lebensraumvielfalt entwickelte sich eines der arten- und individuenreichsten Vogelbiotope Bayerns. Von den 28 nach der Roten Liste Bayerns vom Aussterben bedrohten Vogelarten brüten 10 regemäßig im Naturschutzgebiet, weitere 11 Arten kommen als Durchzugsgäste oder unregelmäßige Brutvögel vor. Zu den Charakterarten zählen die 10 bayernweit vom Aussterben bedrohten Brutvogelarten: Knäkente, Löffelente, Zwergdommel, Großer Brachvogel, Uferschnepfe, Bekassine, Rotschenkel, Tüpfelsumpfhuhn, Braunkehlchen und Wiesenpieper.

Wegen seiner überregionalen Bedeutung für zahlreiche stark gefährdete Arten wurde das Regental im Jahr 2000 als SPA- und FFH-Gebiet in das Natura 2000-Gebietesnetz aufgenommen. 2010 erklärte die Regierung der Oberpfalz das Gebiet zum größten Naturschutzgebiet der Oberpfalz.

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bundeslandübergreifend12.10.2022
Gewässer und Auen
Kultur- und Agrarlandschaften

„Wege zur Vielfalt – Lebensadern auf Sand“ im Hotspot 22

Hotspot 22-Projekt

Das südliche Emsland und die nördliche Westfälische Bucht ist eine der 30 Regionen, die wegen ihrer Mannigfaltigkeit an Arten und Lebensräumen als Hotspots der biologischen Vielfalt in Deutschland definiert wurden. Sand ist dabei das verbindende Element! Magere Wegesäume mit blühenden Berg-Sandglöckchen und Heiden, in denen z.B. das Schwarzkehlchen brütet, sind typisch für die Landschaft im „Hotspot 22“. In dem von 2013 bis 2019 umgesetzten Projekt „Wege zur Vielfalt – Lebensadern auf Sand“ wurden diese und weitere Lebensräume gefördert und vernetzt. Viele Partner in der Region haben zusammengearbeitet und ihre Kenntnisse und Fähigkeiten eingebracht.

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Bayern12.10.2022
Kultur- und Agrarlandschaften
Wälder

Weinberge und Streuobst auf Muschelkalk

LIFE+„MainMuschelkalk“

Die Erhaltung und Entwicklung der einzigartigen Landschaft des unterfränkischen Muschelkalks ist das Ziel des LIFE+ Naturschutzprojekts „Mainmuschelkalk“. Das Projektgebiet mit einer Fläche von 4.640 ha umfasst den mainfränkischen Muschelkalkzug entlang des Mittleren Maintals sowie der Täler von Fränkischer Saale und Wern in den Landkreisen Bad Kissingen, Main-Spessart, Würzburg und im Stadtgebiet Würzburg. Die früher weit verbreiteten Magerrasen kommen hier noch auf großer Fläche vor, seltene Tier- und Pflanzengemeinschaften, die anderswo längst verschwunden sind, kann man hier noch häufiger finden.

In den Jahren 2012 bis 2017 wurden mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Union zahlreiche Maßnahmen durchgeführt, die dazu dienen, diese Lebensräume zu verbessern und wieder herzustellen, damit sie und die in ihnen lebenden Arten überleben können.

Gemeinsame Projektpartner waren das Bayerische Staatsministerium für Umwelt (Bay.StMUV) und Verbraucherschutz, der Landkreis Bad Kissingen, der Landkreis Main-Spessart, der Landkreis Würzburg und die Stadt Würzburg. Am Projekt waren zahlreiche weitere Unterstützer beteiligt, ohne deren Mitwirkung eine Umsetzung nicht möglich gewesen wäre, u. a. die Regierung von Unterfranken - Höhere Naturschutzbehörde, das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU), die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) u.v.m.

Das Projekt hatte eine Laufzeit vom 1.8.2012 bis zum 31.10.2017 und ein Gesamtbudget von 2.565.200 €.

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Sachsen10.10.2022
Städte und urbane Landschaften
Wälder

Naturschutzgroßprojekt Lausitzer Seenland

NGP Lausitzer Seenland

Bergbaufolgelandschaften im Zentrum des Lausitzer Seenlandes sind zuletzt vor etwa 40 Jahren im Zuge des Braunkohlenabbaus in offenen Tagebauen des Lausitzer Reviers entstanden. Durch den Abbau der Braunkohle sind Landschaften in der Lausitz verwüstet und hydrologisch verändert worden. Durch die Entwässerung der Gruben mussten gewaltige Mengen an Grundwasser aus der Landschaft abgeführt werden. Mit der Rückkehr des Grundwassers kamen neue Probleme wie die Versauerung des Oberflächengewässers und die geotechnische Standsicherheit der locker geschütteten Kippen. Zurück blieben magere und kaum bewachsene Innenkippen.

Während solche Landschaften noch vor 30 Jahren als "Mondlandschaften" galten, erkannte man bald ihre Bedeutung für den Naturschutz. Aufgrund ihrer Unzerschnittenheit, Störungs- und Nährstoffarmut sowie Vielgestaltigkeit an Böden und Lebensräumen für Pflanzen und Tiere sind sie von herausragender Bedeutung.

Das NGP hat es sich zur Aufgabe gemacht, wertvolle Lebensräume zu erhalten, zu renaturieren und nach naturschutzfachlichen Kriterien zu entwickeln. Die Ziele des Naturschutzgroßprojektes liegen dabei vor allem in der Anwendung von Pflege- und Schutzstrategien, wie großflächiger Prozessschutz, großflächige Beweidung von Offenland mit Schafen und Rindern, Entwicklung großflächiger Biotope und dem Schutz von seltenen Tieren und Pflanzen.

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Baden-Württemberg15.09.2022
Städte und urbane Landschaften
Gewässer und Auen

Rheinauen bei Rastatt

Rheinauen bei Rastatt

Die „Rheinauen bei Rastatt“ sind einer der wertvollsten Naturschätze im Regierungsbezirk Karlsruhe. Von 2011-2015 wurde in diesem Gebiet ein großes LIFE+-Naturschutzprojekt durchgeführt: Mit insgesamt fast 15 Mio. EUR wurden die Rhein- und die Murgaue aufgewertet und damit wieder natürlicher, wertvoller und für Mensch und Natur interessanter. Die Schwerpunkte des Projekts lagen auf der Wiederherstellung von Aueflächen, der Strukturverbesserung von Fließgewässern, der Erhaltung von Altarmen, der Entwicklung artenreicher Grünlandflächen und speziellen Artenschutzmaßnahmen.
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Schleswig-Holstein25.08.2022
Moore und Feuchtgebiete
Wälder

Naturschutzgroßprojekt Obere Treenelandschaft

Obere Treenelandschaft

Die Obere Treenelandschaft weist ein kleinräumiges Mosaik unterschiedlicher Lebensräume auf, die naturschutzfachlich von hohem Wert sind. Gleichzeitig sind viele Flächen aufgrund der Größe oder Beschaffenheit aus landwirtschaftlicher Sicht von geringerem Interesse. Schon zu Beginn des Großschutzprojektes standen rd. 600 ha für den Naturschutz zur Verfügung und die Umsetzung von Maßnahmen konnte sofort beginnen. Die Akzeptanz des Naturschutzes wurde durch die Präsenz des Naturschutzvereins Obere Treenelnlandschaft vor Ort und die Einbindung der Bevölkerung schnell soweit erhöht, dass die Flächensicherung relativ zügig erfolgen konnte. Es wurde versucht, Landwirten Tauschflächen als Alternativen zu beschaffen, Tierhalter aus der Region wurden als Pächter von Extensivweiden eingebunden. Die allmählichen Veränderungen in der Landschaft wurden und werden bis heute intensiv kommuniziert.

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Brandenburg23.08.2022
Gewässer und Auen

Naturschutzgroßprojekt „Gewässerrandstreifenprojekt Spreewald“

GRPS / Spreewaldprojekt

Der Spreewald ist eine einzigartige, von Fließen, Wiesen und Niederungswäldern geprägte Kulturlandschaft. Um den außergewöhnlichen Naturraum mit seiner vielfältigen Flora und Fauna zu erhalten und zu entwickeln, wurde in den Jahren 2001 bis 2014 das „Gewässerrandstreifenprojekt Spreewald“ geplant und umgesetzt. Der Fokus lag auf der Aufwertung von Lebensräumen für Fische und andere Wasserbewohner. Dafür wurden ehemalige Fließe und Gewässerstrecken für die heimische Tier- und Pflanzenwelt reaktiviert, Wanderhindernisse für aquatische Organismen beseitigt, die Wasserverteilung optimiert und fließgewässertypische Strukturen geschaffen. Wasserrückhalt sorgt für die Verbesserung des Wasserspeichervermögens der Moorböden. Außerdem wurde durch den Erwerb von Flächen die Erweiterung der Kernzone des Biosphärenreservates Spreewald unterstützt. Die Projektschwerpunkte zielen auf typische Defizite an Fließgewässern in Niederungen ab und stehen beispielhaft für Auenrenaturierungen an kleineren und mittleren Wasserläufen.
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Bayern03.08.2022
Moore und Feuchtgebiete

EU-LIFE-Projekt "Rosenheimer Stammbeckenmoore"

ROSENHEIMER STAMMBECKENMOORE

Die „Rosenheimer Stammbeckenmoore“ sind mit ca. 43 km² einer der größten Moorkomplexe Bayerns und Süddeutschlands. Trotz starker Eingriffe in den Moorkörper durch Torfabbau im 19. Jahrhundert sind die im Gebiet vorhandenen Lebensräume und ihre Tier- und Pflanzenwelt noch heute von europaweiter Bedeutung. Herausragend ist das Gebiet wegen der Größe, der relativen Naturnähe, der engen Verzahnung bedrohter Feuchtlebensräume und des Vorkommens besonderer Tier- und Pflanzenarten wie z.B. Schwarzstorch (Ciconia nigra), Sperlingskauz (Glaucidium passerinum), Blau- und Schwarzkehlchen (Luscinia svecica, Saxicola rubicola).

Aufgrund der großen Bedeutung wurde von der Europäischen Union für die Rosenheimer Stammbeckenmoore ein LIFE-Natur-Projekt zwischen 2005 und 2010 durchgeführt. Hierbei sollen Lebensräume sowie Tier- und Pflanzenarten von „gemeinschaftlichem“ Interesse gezielt gefördert und das Europäische Schutzgebietsnetz „Natura2000“ gestärkt werden.

Ziele des Projektes beinhalteten:

- Die Wiederherstellung des natürlichen Wasserhaushalts in abgebauten und trockengelegten Torfmooren durch Verschließung von Entwässerungsgräben und Entbuschung („Renaturierung“)

- Den Erhalt und die Optimierung der Streuwiesenlebensräume durch traditionelle Herbstmahd

- Förderung wiesenbrütender Vögel durch Besucherlenkung und Entfernung von Gehölzen

- Die intensive Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Moorschutz, insbesondere der Aufbau der zwei Moorstationen Sterntaler Filze und Nicklheim.

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Mecklenburg-Vorpommern02.08.2022
Meere und Küsten
Moore und Feuchtgebiete

Schatz an der Küste – Nachhaltige Entwicklung zum Schutz der biologischen Vielfalt in der Region Vorpommersche Boddenlandschaft und Rostocker Heide

Schatz an der Küste

Die Vorpommersche Boddenlandschaft in Mecklenburg-Vorpommern verfügt ebenso wie die Rostocker Heide über Landschaften mit einzigartiger naturräumlicher Ausstattung und Artenvielfalt: Große (Außen-)küstenanteile zur Ostsee mit freier Dynamik, ungestörte Anlandungsbereiche, Kliffs und vorgelagerte Windwatt- und Flachwasserbereiche sind ebenso zu finden wie die landestypischen Bodden - durch Nehrungen oder Inseln vom Meer abgetrennte flache Küstengewässer. Flusstäler und Flüsse bilden eine einzigartige sumpfige Wasserlandschaft, nasse Erlenwälder stehen ungestört an der Grenze zwischen Meeresküste und Boddenufer. Das Gebiet zwischen Rostocker Heide und Westrügen ist einer der Hotspots (Hotspot 29) der Biologischen Vielfalt Deutschlands (https://biologischevielfalt.bf...).

Die einstmals ungestörten Küstenüberflutungsmoore Mecklenburg-Vorpommerns wurden früher saisonal beweidet; so konnte sich aus torfbildenden Brackwasserröhrichten Salzgrünland entwickeln und die Küstenlinie mit dem Meeresspiegel "mitwachsen". Durch Eindeichung, Tiefenentwässerung und intensive Landwirtschaft haben nahezu alle Küstenüberflutungsmoore Mecklenburg-Vorpommerns ihre wichtigen Funktionen für Klima- und Küstenschutz verloren. Im Verbundprojekt Schatz an der Küste wurden zwischen 2014 und 2020 ca. 200 ha Küstenüberflutungsmoore ausgedeicht. Gleichzeitig wurden mit den vor Ort wirtschaftenden Landwirt*innen den Lebensräumen angepasste, langfristige Bewirtschaftungskonzepte entwickelt und umgesetzt.

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Sachsen-Anhalt02.08.2022
Gewässer und Auen
Wälder

Auenentwicklung und Auenverbund an der Unteren Mittelelbe - Sicherung der biologischen Vielfalt und der Ökosystemleistungen von Auen am Beispiel des UNESCO-Biosphärenreservates Flusslandschaft Elbe

Lebendige Auen für die Elbe

Zentraler Inhalt des Projekts war der Schutz und die Entwicklung einer der letzten großen Hartholzauwälder an der Unteren Mittelelbe, die Hohe Garbe (Sachsen-Anhalt). Durch Flächenkäufe und zahlreiche Maßnahmen ist das 420 ha große Gebiet wieder mit der Elbe verbunden und kann sich langfristig natürlich entwickeln. In einem ausgewählten Abschnitt des länderübergreifenden UNESCO-Biosphärenreservates Flusslandschaft Elbe wurden zudem Potentiale für einen Auenbiotopverbund ermittelt und Leitprojekte zur Umsetzung beschrieben. Die monetäre Bewertung der Veränderungen der ökosystemaren Leistungen (z.B. Hochwasser- und Klimaschutz) sowohl durch die konkreten Maßnahmen in der Hohen Garbe als auch im Rahmen verschiedener modellhafter Auenentwicklungsszenarien für das gesamte Projektgebiet belegen, dass unsere Gesellschaft durch intakte Auen profitiert. Zur Begleitung der Maßnahmen in der Hohen Garbe wurde eine Auenwerkstatt als Informations- und Kommunikationsplattform in der Region etabliert. Die sozio-ökonomische Evaluation bestätigt, dass eine hohe Transparenz und Kontinuität im Austausch mit den Menschen vor Ort sowie regelmäßige Beteiligungsformate im Rahmen von Umweltbildungs- und Naturerlebnisangeboten maßgeblich zur Akzeptanz in der Region und damit zum Gelingen des Projektes beitrugen. Alle Maßnahmen und Aktionen wurden mit einer kontinuierlichen Öffentlichkeits- und Pressearbeit begleitet, um regional und bundesweit für den Schutz von Auen zu sensibilisieren.

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Baden-Württemberg01.08.2022
Wälder

Biodiversität und Funktion europäischer Waldböden im Klimawandel

SoilForEUROPE

Wälder zeichnen sich durch eine hohe Artenvielfalt aus. Jedoch wird der Großteil dieser Vielfalt meist übersehen, da er sich unterirdisch im Boden befindet.

Durch die Integration von Untersuchungen in den großen Waldökosystemen Europas und durch die Nutzung einer breiten Palette von Werkzeugen und Ansätzen - von der Genomik bis zur Sozioökonomie - hatte SoilForEUROPE zum Ziel, eine wissenschaftlich fundierte Basis über die Bedeutung der Biodiversität von Waldböden zu schaffen. Diese ist insbesondere relevant für die Bereitstellung von Gütern und Dienstleistungen der europäischen Wälder sowie für deren Bewirtschaftung im Hinblick auf Anpassungsstrategien an den Klimawandel. Somit trug das Projekt zu einem detaillierten, mechanistischen Verständnis der Wirkung von Boden-Biodiversität auf Ökosystemprozesse bei.

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bundeslandübergreifend10.06.2022
Kultur- und Agrarlandschaften

Biosphärenreservate als Modelllandschaften für den Insektenschutz

BROMMI

In dem Verbundprojekt BROMMI werden durch die Zusammenarbeit von acht Projektpartnern und einer sechsjährigen Laufzeit von 2020 bis 2025 Maßnahmen für den Insektenschutz umgesetzt. Der Kerngedanke des Projektes ist, Modelle für insektenfreundliche Kulturlandschaften zu entwickeln und übertragbar zu gestalten.

In Kooperation mit den Biosphärenreservaten (BR) Schaalsee, Schorfheide-Chorin, Mittelelbe, Rhön (bayerischer Teil) und dem Biosphärengebiet Schwarzwald erproben und evaluieren der WWF Deutschland (WWF), der Nationale Naturlandschaften e.V. (NNL e.V.) und das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V. gemeinsam mit Landwirt:innen und weiteren Landnutzenden Maßnahmen für den Insektenschutz.

In den deutschlandweit verteilten Projektgebieten werden verschiedene insektenfördernde Maßnahmen auf Ackerland, Grünland und öffentlichen Grünflächen sowie in Saumstrukturen getestet und bewertet. Die Gebiete weisen eine große naturräumliche und sozioökonomische Vielfalt auf und stehen somit exemplarisch für in Deutschland typische Agrarlandschaften. Langfristiges Ziel von BROMMI ist es, die gewonnen Erkenntnisse auf andere Regionen in ganz Deutschland zu übertragen und Empfehlungen für insektenfördernde Rahmenbedingungen an die Politik zu vermitteln.

Das Projekt wird vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) gefördert.

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Bayern09.06.2022
Städte und urbane Landschaften
Kultur- und Agrarlandschaften

Renaturierung von Kalkmagerrasen auf der nördlichen Münchner Schotterebene

Heideprojekt Münchner Norden

Von den 15.000 ha Kalkmagerrasen der Münchner Schotterebene waren 1990 in der Garchinger Heide nur noch 27 ha der ursprünglichen Vegetation erhalten geblieben. In einem von der Bundesforschungsanstalt für Naturschutz und Landschaftsökologie geförderten Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben (E+E) untersuchte die TU München 1993 erstmalig Methoden, wie die Heide auf Ackerflächen wieder angesiedelt werden kann. Der Heideflächenverein hat dafür 30 ha angekauft und 25 ha langfristig gepachtet. Die Ergebnisse wurden 2000 und 2003 vom Bundesamtes für Naturschutz veröffentlicht. Die Wiederansiedlung war so erfolgreich, dass in den folgenden 30 Jahren bis heute in vielen Projekten mit autochthonem Mähgut und Druschgut 300 ha Kalkmagerrasen auf der Münchner Schotterebene wieder hergestellt wurden. Bewirtschaftet werden diese von örtlichen Schäfereien und Landwirten nach naturschutzfachlichen Vorgaben. Begleitet wird das Vorhaben durch Öffentlichkeitsarbeit und seit 2011 durch Umweltbildungsangebote im HeideHaus. Besucher, Kindergärten und Schulen erleben die außerordentliche Artenvielfalt der Heide, sodass diese eine sehr hohe Wertschätzung erfährt. Das Projekt zeichnet sich durch eine breite Beteiligung gesellschaftlicher Gruppen aus: Kontinuität durch kommunales Engagement, wissenschaftliche Expertise und sachkundige Bewirtschaftung durch Landwirte sowie Besucherlenkung und Naturerlebnisangebote erhalten die Artenvielfalt in der Kulturlandschaft mitten in einem urbanen Ballungsraum.
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bundeslandübergreifend09.06.2022
Kultur- und Agrarlandschaften

Verbundvorhaben: FELDHAMSTERLAND - Landwirtschaft und Ehrenamt arbeiten gemeinsam für die Zukunft des bedrohten Feldhamsters

Feldhamsterland

Der Feldhamster (Cricetus cricetus) ist ein wichtiger Vertreter der Artenvielfalt von Agrar- und Kulturlandschaften und ist in Deutschland vom Aussterben bedroht. Das Projekt Feldhamsterland bringt Landwirtschaft, Behörden, ehrenamtliche Feldhamsterfreunde und Naturschutzorganisationen zusammen, um dem bunten Nager in der Agrarlandschaft zu helfen.

Im Projekt werden Feldhamsterbestände mit Ehrenamtlichen in einem Citizen Science Ansatz kartiert. Mit den so erfassten Daten werden dann in Kooperation mit landwirtschaftlichen Betrieben Schutzmaßnahmen umgesetzt. In der Kommunikation mit Landwirtschaft, Behörden und Öffentlichkeit stehen die Projektbeteiligten für den Schutz des Feldhamsters ein. In den jeweiligen Projektregionen sind Regionalkoordinatorinnen und Regionalkoordinatoren vor Ort. Sie sind zuverlässige Ansprechpartner für alle Akteure rund um das Thema Feldhamster. Im Rahmen des Projektes wird sowohl regional als auch überregional eine intensive Öffentlichkeits- und Pressearbeit betrieben.

Feldhamsterland wird vom Bundesamt für Naturschutz im Bundesprogramm Biologische Vielfalt gefördert. Projektpartner sind das Forschungsinstitut Senckenberg, der Landschaftspflegeverband Mittelthüringen e.V., die Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz e.V. und die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz. Die Deutsche Wildtier Stiftung koordiniert und leitet das Projekt.

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bundeslandübergreifend09.06.2022
Kultur- und Agrarlandschaften

Entwicklung und Anwendung eines modularen Biodiversitäts-Toolkits für den Weinbau in Deutschland

AmBiTo

AmBiTo ist ein deutschlandweites Projekt zur Stärkung der Biodiversität im Weinbau mit einer Laufzeit von 6 Jahren. Besetzt mit Expertinnen und Experten aus den Bereichen Weinbau, Nachhaltigkeitszertifizierung und Wissenschaft werden regional und individuell angepasste Biodiversitätsmaßnahmen gemeinsam mit den Winzerinnen und Winzern entwickelt, getestet und umgesetzt. Ziel von AmBiTo ist die Entwicklung eines modularen interaktiven Biodiversitäts-Toolkits: Ein digitaler Maßnahmenkatalog, mit dessen Hilfe Betriebe aus allen deutschen Weinbaugebieten aufgrund ihrer individuellen Rahmendaten niedrigschwellig konkrete Vorschläge erhalten, welche Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität für ihre jeweiligen Bedingungen am besten geeignet sind und wie sie diese planen und durchführen können. So sollen langfristig und effektiv die Biodiversität im Weinbau erhöht werden.

AmBiTo zeichnet sich besonders durch Praxisnähe und ganzheitliche Umsetzung aus: Vom Start weg wurden sichtbare Sofortmaßnahmen bei teilnehmenden Betrieben umgesetzt, in allen Weinbauregionen werden Demonstrations-Weinberge zur Veranschaulichung von Biodiversitätsmaßnahmen gestaltet und – unterstützt von Modellbetrieben – ein auch an Endverbraucher gerichtetes Artenschutzprogramm initiiert, um diese für die Relevanz von Biodiversität und Artenschutz zu sensibilisieren und zu informieren. Dank der wissenschaftlichen Begleitforschung werden alle Maßnahmen kontinuierlich kontrolliert, optimiert und weiterentwickelt.

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Niedersachsen09.06.2022
Kultur- und Agrarlandschaften

Grassworks: Was sind erfolgreiche Konzepte zur Wiederherstellung artenreichen Grünlandes in Deutschland? Eine multiregionale Bewertung sozial-ökologischer Systeme und pilothafte Umsetzung

Grassworks: Erfolgsrezepte der Wiederherstellung von artenreichem Grünland

Im Projekt Grassworks beantworten wir die Frage, wie die Wiederherstellung von Grünland gelingen kann. Grünland gehört zu den weltweit artenreichsten Lebensräumen und stellt damit wichtige Hotspots der Biodiversität dar. Aufgrund der intensivierten Nutzung oder der Nutzungsaufgabe auf ertragsschwachen Standorten, des Klimawandels sowie Stickstoff- und Pestizideinträgen befindet sich artenreiches Grünland stark im Rückgang. Kontinuierlich verschwinden große Flächen dieses wertvollen Ökosystems und damit der Lebensraum für unzählige Pflanzen und Tiere. In unserem Projekt legen wir den Fokus auf die Renaturierung degradierter Grünlandflächen, um diese Ökosysteme zu erhalten und zu verbessern. Als Alleinstellungsmerkmal zeichnet unser Projekt dabei aus, dass es neben ehrgeizigen ökologischen Aspekten auch die komplexen Wechselwirkungen zwischen Ökosystemen und sozial-ökonomischen Faktoren mit einbezieht. Durch die Zusammenarbeit mit Renaturierungspraktiker*innen bekommen wir einerseits direkte Einblicke in die angewandte Naturschutzarbeit und vermitteln andererseits den Themenkomplex der Grünlandwiederherstellung direkt in die gesellschaftliche Wahrnehmung. Als Ergebnis unserer trans- und interdisziplinären Arbeit stellen wir praxistaugliche Empfehlungen bereit, damit zukünftige Renaturierungsprojekte größtmögliche Erfolge erzielen. Ziel ist es, die Projektergebnisse in die Naturschutzpraxis einzubinden und mit dem Schutz von artenreichem Grünland zu verbinden.
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Sachsen08.06.2022
Kultur- und Agrarlandschaften

Co-Design ökologisch und ökonomisch effizienter Politikinstrumente und Maßnahmen zur Erhaltung von Biodiversität und Ökosystemleistungen in Kulturlandschaften

ECO²SCAPE

In ECO²SCAPE entwickeln wir gemeinsam mit Landwirt:innen und Akteur:innen in der Fallstudienregion im Nordwesten Sachsens zwischen den Städten Eilenburg und Bad Düben verschiedene Maßnahmen zum Erhalt von Biodiversität und Ökosystemleistungen. Diese werden in die pilothafte Umsetzung gebracht, mit einem innovativen und systemischen Forschungsansatz wissenschaftlich begleitet und auf Übertragbarkeit über die Fallstudienregion hinaus geprüft.

Die Maßnahmen werden so gestaltet, dass sie auf eine möglichst breite Akzeptanz bei den relevanten Akteur:innen und in der Gesellschaft stoßen und aus ökologischer wie ökonomischer Sicht effizient sind. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf innovativen Honorierungsansätzen wie ergebnisorientierten und kooperativen Zahlungen. Für die ergebnisorientierten Honorierungsansätze entwickeln wir einen vielversprechenden Ansatz für die akustische Erfassung von Vögeln mit neuen Methoden des maschinellen Lernens, so dass Verfahren dieser Art in Zukunft preiswert und effizient eingesetzt werden können.

Das Projekt leistet einen Beitrag zur Wiederherstellung von diversen Agrarökosystemen, wie sie in der Vergangenheit in traditionell geprägten Kulturlandschaften vorzufinden waren. Dabei spielt insbesondere die Wiederherstellung von Landschaftsstrukturelementen und naturschutzgerechten Bewirtschaftungsweisen eine Rolle. Darüber hinaus wollen wir die Verbundenheit von Landwirt:innen und Ökosystemen besser verstehen und wieder stärken.

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