Projektübersicht

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Baden-Württemberg15.09.2022
Städte und urbane Landschaften
Gewässer und Auen

Rheinauen bei Rastatt

Rheinauen bei Rastatt

Die „Rheinauen bei Rastatt“ sind einer der wertvollsten Naturschätze im Regierungsbezirk Karlsruhe. Von 2011-2015 wurde in diesem Gebiet ein großes LIFE+-Naturschutzprojekt durchgeführt: Mit insgesamt fast 15 Mio. EUR wurden die Rhein- und die Murgaue aufgewertet und damit wieder natürlicher, wertvoller und für Mensch und Natur interessanter. Die Schwerpunkte des Projekts lagen auf der Wiederherstellung von Aueflächen, der Strukturverbesserung von Fließgewässern, der Erhaltung von Altarmen, der Entwicklung artenreicher Grünlandflächen und speziellen Artenschutzmaßnahmen.
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Mecklenburg-Vorpommern02.08.2022
Meere und Küsten
Moore und Feuchtgebiete

Schatz an der Küste – Nachhaltige Entwicklung zum Schutz der biologischen Vielfalt in der Region Vorpommersche Boddenlandschaft und Rostocker Heide

Schatz an der Küste

Die Vorpommersche Boddenlandschaft in Mecklenburg-Vorpommern verfügt ebenso wie die Rostocker Heide über Landschaften mit einzigartiger naturräumlicher Ausstattung und Artenvielfalt: Große (Außen-)küstenanteile zur Ostsee mit freier Dynamik, ungestörte Anlandungsbereiche, Kliffs und vorgelagerte Windwatt- und Flachwasserbereiche sind ebenso zu finden wie die landestypischen Bodden - durch Nehrungen oder Inseln vom Meer abgetrennte flache Küstengewässer. Flusstäler und Flüsse bilden eine einzigartige sumpfige Wasserlandschaft, nasse Erlenwälder stehen ungestört an der Grenze zwischen Meeresküste und Boddenufer. Das Gebiet zwischen Rostocker Heide und Westrügen ist einer der Hotspots (Hotspot 29) der Biologischen Vielfalt Deutschlands (https://biologischevielfalt.bf...).

Die einstmals ungestörten Küstenüberflutungsmoore Mecklenburg-Vorpommerns wurden früher saisonal beweidet; so konnte sich aus torfbildenden Brackwasserröhrichten Salzgrünland entwickeln und die Küstenlinie mit dem Meeresspiegel "mitwachsen". Durch Eindeichung, Tiefenentwässerung und intensive Landwirtschaft haben nahezu alle Küstenüberflutungsmoore Mecklenburg-Vorpommerns ihre wichtigen Funktionen für Klima- und Küstenschutz verloren. Im Verbundprojekt Schatz an der Küste wurden zwischen 2014 und 2020 ca. 200 ha Küstenüberflutungsmoore ausgedeicht. Gleichzeitig wurden mit den vor Ort wirtschaftenden Landwirt*innen den Lebensräumen angepasste, langfristige Bewirtschaftungskonzepte entwickelt und umgesetzt.

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Sachsen-Anhalt02.08.2022
Gewässer und Auen
Wälder

Auenentwicklung und Auenverbund an der Unteren Mittelelbe - Sicherung der biologischen Vielfalt und der Ökosystemleistungen von Auen am Beipsiel des UNESCO-Biospärenreservates Flusslandschaft Elbe

Lebendige Auen für die Elbe

Zentraler Inhalt des Projekts war der Schutz und die Entwicklung einer der letzten großen Hartholzauwälder an der Unteren Mittelelbe, die Hohe Garbe (Sachsen-Anhalt). Durch Flächenkäufe und zahlreiche Maßnahmen ist das 420 ha große Gebiet wieder mit der Elbe verbunden und kann sich langfristig natürlich entwickeln. In einem ausgewählten Abschnitt des länderübergreifenden UNESCO-Biosphärenreservates Flusslandschaft Elbe wurden zudem Potentiale für einen Auenbiotopverbund ermittelt und Leitprojekte zur Umsetzung beschrieben. Die monetäre Bewertung der Veränderungen der ökosystemaren Leistungen (z.B. Hochwasser- und Klimaschutz) sowohl durch die konkreten Maßnahmen in der Hohen Garbe als auch im Rahmen verschiedener modellhafter Auenentwicklungsszenarien für das gesamte Projektgebiet belegen, dass unsere Gesellschaft durch intakte Auen profitiert. Zur Begleitung der Maßnahmen in der Hohen Garbe wurde eine Auenwerkstatt als Informations- und Kommunikationsplattform in der Region etabliert. Die sozio-ökonomische Evaluation bestätigt, dass eine hohe Transparenz und Kontinuität im Austausch mit den Menschen vor Ort sowie regelmäßige Beteiligungsformate im Rahmen von Umweltbildungs- und Naturerlebnisangeboten maßgeblich zur Akzeptanz in der Region und damit zum Gelingen des Projektes beitrugen. Alle Maßnahmen und Aktionen wurden mit einer kontinuierlichen Öffentlichkeits- und Pressearbeit begleitet, um regional und bundesweit für den Schutz von Auen zu sensibilisieren.

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Baden-Württemberg01.08.2022
Wälder

Biodiversität und Funktion europäischer Waldböden im Klimawandel

SoilForEUROPE

Wälder zeichnen sich durch eine hohe Artenvielfalt aus. Jedoch wird der Großteil dieser Vielfalt meist übersehen, da er sich unterirdisch im Boden befindet.

Durch die Integration von Untersuchungen in den großen Waldökosystemen Europas und durch die Nutzung einer breiten Palette von Werkzeugen und Ansätzen - von der Genomik bis zur Sozioökonomie - hatte SoilForEUROPE zum Ziel, eine wissenschaftlich fundierte Basis über die Bedeutung der Biodiversität von Waldböden zu schaffen. Diese ist insbesondere relevant für die Bereitstellung von Gütern und Dienstleistungen der europäischen Wälder sowie für deren Bewirtschaftung im Hinblick auf Anpassungsstrategien an den Klimawandel. Somit trug das Projekt zu einem detaillierten, mechanistischen Verständnis der Wirkung von Boden-Biodiversität auf Ökosystemprozesse bei.

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bundeslandübergreifend10.06.2022
Kultur- und Agrarlandschaften

Biosphärenreservate als Modelllandschaften für den Insektenschutz

BROMMI

In dem Verbundprojekt BROMMI werden durch die Zusammenarbeit von acht Projektpartnern und einer sechsjährigen Laufzeit von 2020 bis 2025 Maßnahmen für den Insektenschutz umgesetzt. Der Kerngedanke des Projektes ist, Modelle für insektenfreundliche Kulturlandschaften zu entwickeln und übertragbar zu gestalten.

In Kooperation mit den Biosphärenreservaten (BR) Schaalsee, Schorfheide-Chorin, Mittelelbe, Rhön (bayerischer Teil) und dem Biosphärengebiet Schwarzwald erproben und evaluieren der WWF Deutschland (WWF), der Nationale Naturlandschaften e.V. (NNL e.V.) und das Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V. gemeinsam mit Landwirt:innen und weiteren Landnutzenden Maßnahmen für den Insektenschutz.

In den deutschlandweit verteilten Projektgebieten werden verschiedene insektenfördernde Maßnahmen auf Ackerland, Grünland und öffentlichen Grünflächen sowie in Saumstrukturen getestet und bewertet. Die Gebiete weisen eine große naturräumliche und sozioökonomische Vielfalt auf und stehen somit exemplarisch für in Deutschland typische Agrarlandschaften. Langfristiges Ziel von BROMMI ist es, die gewonnen Erkenntnisse auf andere Regionen in ganz Deutschland zu übertragen und Empfehlungen für insektenfördernde Rahmenbedingungen an die Politik zu vermitteln.

Das Projekt wird vom Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) gefördert.

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Bayern09.06.2022
Städte und urbane Landschaften
Kultur- und Agrarlandschaften

Renaturierung von Kalkmagerrasen auf der nördlichen Münchner Schotterebene

Heideprojekt Münchner Norden

Von den 15.000 ha Kalkmagerrasen der Münchner Schotterebene waren 1990 in der Garchinger Heide nur noch 27 ha der ursprünglichen Vegetation erhalten geblieben. In einem von der Bundesforschungsanstalt für Naturschutz und Landschaftsökologie geförderten Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben (E+E) untersuchte die TU München 1993 erstmalig Methoden, wie die Heide auf Ackerflächen wieder angesiedelt werden kann. Der Heideflächenverein hat dafür 30 ha angekauft und 25 ha langfristig gepachtet. Die Ergebnisse wurden 2000 und 2003 vom Bundesamtes für Naturschutz veröffentlicht. Die Wiederansiedlung war so erfolgreich, dass in den folgenden 30 Jahren bis heute in vielen Projekten mit autochthonem Mähgut und Druschgut 300 ha Kalkmagerrasen auf der Münchner Schotterebene wieder hergestellt wurden. Bewirtschaftet werden diese von örtlichen Schäfereien und Landwirten nach naturschutzfachlichen Vorgaben. Begleitet wird das Vorhaben durch Öffentlichkeitsarbeit und seit 2011 durch Umweltbildungsangebote im HeideHaus. Besucher, Kindergärten und Schulen erleben die außerordentliche Artenvielfalt der Heide, sodass diese eine sehr hohe Wertschätzung erfährt. Das Projekt zeichnet sich durch eine breite Beteiligung gesellschaftlicher Gruppen aus: Kontinuität durch kommunales Engagement, wissenschaftliche Expertise und sachkundige Bewirtschaftung durch Landwirte sowie Besucherlenkung und Naturerlebnisangebote erhalten die Artenvielfalt in der Kulturlandschaft mitten in einem urbanen Ballungsraum.
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bundeslandübergreifend09.06.2022
Kultur- und Agrarlandschaften

Verbundvorhaben: FELDHAMSTERLAND - Landwirtschaft und Ehrenamt arbeiten gemeinsam für die Zukunft des bedrohten Feldhamsters

Feldhamsterland

Der Feldhamster (Cricetus cricetus) ist ein wichtiger Vertreter der Artenvielfalt von Agrar- und Kulturlandschaften und ist in Deutschland vom Aussterben bedroht. Das Projekt Feldhamsterland bringt Landwirtschaft, Behörden, ehrenamtliche Feldhamsterfreunde und Naturschutzorganisationen zusammen, um dem bunten Nager in der Agrarlandschaft zu helfen.

Im Projekt werden Feldhamsterbestände mit Ehrenamtlichen in einem Citizen Science Ansatz kartiert. Mit den so erfassten Daten werden dann in Kooperation mit landwirtschaftlichen Betrieben Schutzmaßnahmen umgesetzt. In der Kommunikation mit Landwirtschaft, Behörden und Öffentlichkeit stehen die Projektbeteiligten für den Schutz des Feldhamsters ein. In den jeweiligen Projektregionen sind Regionalkoordinatorinnen und Regionalkoordinatoren vor Ort. Sie sind zuverlässige Ansprechpartner für alle Akteure rund um das Thema Feldhamster. Im Rahmen des Projektes wird sowohl regional als auch überregional eine intensive Öffentlichkeits- und Pressearbeit betrieben.

Feldhamsterland wird vom Bundesamt für Naturschutz im Bundesprogramm Biologische Vielfalt gefördert. Projektpartner sind das Forschungsinstitut Senckenberg, der Landschaftspflegeverband Mittelthüringen e.V., die Hessische Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz e.V. und die Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz. Die Deutsche Wildtier Stiftung koordiniert und leitet das Projekt.

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bundeslandübergreifend09.06.2022
Kultur- und Agrarlandschaften

Entwicklung und Anwendung eines modularen Biodiversitäts-Toolkits für den Weinbau in Deutschland

AmBiTo

AmBiTo ist ein deutschlandweites Projekt zur Stärkung der Biodiversität im Weinbau mit einer Laufzeit von 6 Jahren. Besetzt mit Expertinnen und Experten aus den Bereichen Weinbau, Nachhaltigkeitszertifizierung und Wissenschaft werden regional und individuell angepasste Biodiversitätsmaßnahmen gemeinsam mit den Winzerinnen und Winzern entwickelt, getestet und umgesetzt. Ziel von AmBiTo ist die Entwicklung eines modularen interaktiven Biodiversitäts-Toolkits: Ein digitaler Maßnahmenkatalog, mit dessen Hilfe Betriebe aus allen deutschen Weinbaugebieten aufgrund ihrer individuellen Rahmendaten niedrigschwellig konkrete Vorschläge erhalten, welche Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität für ihre jeweiligen Bedingungen am besten geeignet sind und wie sie diese planen und durchführen können. So sollen langfristig und effektiv die Biodiversität im Weinbau erhöht werden.

AmBiTo zeichnet sich besonders durch Praxisnähe und ganzheitliche Umsetzung aus: Vom Start weg wurden sichtbare Sofortmaßnahmen bei teilnehmenden Betrieben umgesetzt, in allen Weinbauregionen werden Demonstrations-Weinberge zur Veranschaulichung von Biodiversitätsmaßnahmen gestaltet und – unterstützt von Modellbetrieben – ein auch an Endverbraucher gerichtetes Artenschutzprogramm initiiert, um diese für die Relevanz von Biodiversität und Artenschutz zu sensibilisieren und zu informieren. Dank der wissenschaftlichen Begleitforschung werden alle Maßnahmen kontinuierlich kontrolliert, optimiert und weiterentwickelt.

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Niedersachsen09.06.2022
Kultur- und Agrarlandschaften

Grassworks: Was sind erfolgreiche Konzepte zur Wiederherstellung artenreichen Grünlandes in Deutschland? Eine multiregionale Bewertung sozial-ökologischer Systeme und pilothafte Umsetzung

Grassworks: Erfolgsrezepte der Wiederherstellung von artenreichem Grünland

Im Projekt Grassworks beantworten wir die Frage, wie die Wiederherstellung von Grünland gelingen kann. Grünland gehört zu den weltweit artenreichsten Lebensräumen und stellt damit wichtige Hotspots der Biodiversität dar. Aufgrund der intensivierten Nutzung oder der Nutzungsaufgabe auf ertragsschwachen Standorten, des Klimawandels sowie Stickstoff- und Pestizideinträgen befindet sich artenreiches Grünland stark im Rückgang. Kontinuierlich verschwinden große Flächen dieses wertvollen Ökosystems und damit der Lebensraum für unzählige Pflanzen und Tiere. In unserem Projekt legen wir den Fokus auf die Renaturierung degradierter Grünlandflächen, um diese Ökosysteme zu erhalten und zu verbessern. Als Alleinstellungsmerkmal zeichnet unser Projekt dabei aus, dass es neben ehrgeizigen ökologischen Aspekten auch die komplexen Wechselwirkungen zwischen Ökosystemen und sozial-ökonomischen Faktoren mit einbezieht. Durch die Zusammenarbeit mit Renaturierungspraktiker*innen bekommen wir einerseits direkte Einblicke in die angewandte Naturschutzarbeit und vermitteln andererseits den Themenkomplex der Grünlandwiederherstellung direkt in die gesellschaftliche Wahrnehmung. Als Ergebnis unserer trans- und interdisziplinären Arbeit stellen wir praxistaugliche Empfehlungen bereit, damit zukünftige Renaturierungsprojekte größtmögliche Erfolge erzielen. Ziel ist es, die Projektergebnisse in die Naturschutzpraxis einzubinden und mit dem Schutz von artenreichem Grünland zu verbinden.
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Sachsen08.06.2022
Kultur- und Agrarlandschaften

Co-Design ökologisch und ökonomisch effizienter Politikinstrumente und Maßnahmen zur Erhaltung von Biodiversität und Ökosystemleistungen in Kulturlandschaften

ECO²SCAPE

In ECO²SCAPE entwickeln wir gemeinsam mit Landwirt:innen und Akteur:innen in der Fallstudienregion im Nordwesten Sachsens zwischen den Städten Eilenburg und Bad Düben verschiedene Maßnahmen zum Erhalt von Biodiversität und Ökosystemleistungen. Diese werden in die pilothafte Umsetzung gebracht, mit einem innovativen und systemischen Forschungsansatz wissenschaftlich begleitet und auf Übertragbarkeit über die Fallstudienregion hinaus geprüft.

Die Maßnahmen werden so gestaltet, dass sie auf eine möglichst breite Akzeptanz bei den relevanten Akteur:innen und in der Gesellschaft stoßen und aus ökologischer wie ökonomischer Sicht effizient sind. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf innovativen Honorierungsansätzen wie ergebnisorientierten und kooperativen Zahlungen. Für die ergebnisorientierten Honorierungsansätze entwickeln wir einen vielversprechenden Ansatz für die akustische Erfassung von Vögeln mit neuen Methoden des maschinellen Lernens, so dass Verfahren dieser Art in Zukunft preiswert und effizient eingesetzt werden können.

Das Projekt leistet einen Beitrag zur Wiederherstellung von diversen Agrarökosystemen, wie sie in der Vergangenheit in traditionell geprägten Kulturlandschaften vorzufinden waren. Dabei spielt insbesondere die Wiederherstellung von Landschaftsstrukturelementen und naturschutzgerechten Bewirtschaftungsweisen eine Rolle. Darüber hinaus wollen wir die Verbundenheit von Landwirt:innen und Ökosystemen besser verstehen und wieder stärken.

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Hessen08.06.2022
Kultur- und Agrarlandschaften

LIFE-Projekt „Hessische Rhön – Berggrünland, Hutungen und ihre Vögel“

Rhöner Bergwiesen

Bunt getupfte, kräuterreiche Wiesen und Weiden prägen das typische Gesicht der Rhön. Nichts verleiht der Mittelgebirgslandschaft im Herzen Deutschlands so sehr den Eindruck von Offenheit und Weite wie das Grünland. Durch menschliche Bewirtschaftung über Jahrhunderte entstanden, sind die Bergwiesen ein artenreicher Lebensraum für viele seltene Pflanzen und Tiere.

Die botanische Ausstattung der Rhön ist für deutsche Mittelgebirge außergewöhnlich. Hier gibt es die größten Borstgrasrasen-Biotope außerhalb der Alpen. Der Artenreichtum führte im Jahr 2012 dazu, dass die Rhön seitens des Bundes als einer von 30 deutschen „Hot Spots der Artenvielfalt“ deklariert wurde. Eine zentrale Verpflichtung zum Schutz dieser Vielfalt ergibt sich aus den Vorgaben von Natura 2000. Weite Teile der hessischen Rhön sind als Flora-Fauna-Habitate kurz FFH-Gebiete oder/und EU-Vogelschutzgebiete geschützt.

Aufgrund einer veränderten Landnutzung sind artenreiche Rhöner Bergwiesen heute stark im Rückgang begriffen. Auch die Zielarten des LIFE-Projektes, insbesondere bodenbrütende Vogelarten, verzeichnen seit Jahren starke Verluste. Das Projekt trägt der nationalen Verpflichtung, die Lebensräume im Schutzgebietsnetz Natura 2000 sowie die Vogelarten im Vogelschutzgebiet zu schützen und zu erhalten, verstärkt Rechnung. Es zeigt beispielhaft mit welchen Methoden und Maßnahmen sich das artenreiche Berggrünland einer Mittelgebirgslandschaft schützen und erhalten lässt.

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Nordrhein-Westfalen08.06.2022
Kultur- und Agrarlandschaften

Rheinland³ - Lebensraum, Landwirtschaft, Lernort

Rheinland³

Im Projekt Rheinland³ soll mit neuen Ansätzen bei Naturschutzmaßnahmen die Agrarlandschaft als ein bedeutender Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten aufgewertet werden. Im Rahmen des im Bundesprogramm Biologische Vielfalt geförderten Projektes werden durch die Verzahnung ökologischer, ökonomischer und pädagogischer Ansätze Konzepte zur Sicherung, Inwertsetzung und schulischen Vermittlung von grundlegenden Ökosystemleistungen des Lebensraums Agrarlandschaft erprobt. Im Projekt werden drei Naturschutzmaßnahmen kombiniert, um deren Effizienz zur Förderung der Biodiversität zu erhöhen. In Zusammenarbeit mit Landwirt:innen werden drei dieser sogenannten „Trinären Kombinationen in der Agrarlandschaft“ (TriKAs) umgesetzt, die jeweils für die Förderung von Feldvögeln, Fluginsekten oder räuberischen Spinnen und Käfern ausgelegt sind. Die Effektivität der TriKAs zur Wiederherstellung des Ökosystems soll in drei Naturräumen mit unterschiedlicher landwirtschaftlicher Nutzung belegt werden. Zum Projektgebiet gehören die Naturräume Niederrheinische Bucht, Niederrheinisches Tiefland und Bergisches Land. Der ökologische Effekt jeder TriKA wird in den Naturräumen durch faunistische Begleituntersuchungen überprüft und mit Referenzflächen verglichen. Zusätzlich werden unter Einbeziehung der TriKAs Umweltbildungsangebote erarbeitet, um Schüler:innen für Naturschutz in der Agrarlandschaft und die Bedeutung von Ökosystemleistungen zu sensibilisieren.

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bundeslandübergreifend07.06.2022
Kultur- und Agrarlandschaften

Rebhuhn retten - Vielfalt fördern!

Rebhuhn retten - Vielfalt fördern!

Das zweijährige Verbundprojekt „Rebhuhn retten – Vielfalt fördern!“ des Deutschen Verbands für Landschaftspflege, der Georg-August-Universität Göttingen und des Dachverbands Deutscher Avifaunisten e.V. konzentriert sich sowohl auf die Analyse des verfügbaren Wissens zum Rebhuhnschutz als auch auf die bundesweite Vernetzung aller relevanten Akteure. Aufbauend auf diesen Vorarbeiten sollen potenzielle Projektgebiete mittels eines Bewerbungsverfahrens ausgewählt und künftige Projektpartner hinsichtlich der Vorbereitung und Schaffung bestmöglicher Rahmenbedingungen für die Maßnahmenumsetzung geschult werden. Die praktische Umsetzung von Maßnahmen in unterschiedlichen Naturräumen Deutschlands sowie die Erfolgskontrolle durch das Monitoring der Rebhuhnbestände und ausgewählter Insektengruppen stehen im Fokus eines Folgeprojektes.

Das vorbereitende zweijährigen Projekt und das sich anschließende Umsetzungsprojekt sollen dazu beitragen, den Rückgang der Biodiversität in den Agrarlandschaften Deutschlands zu stoppen und eine Trendumkehr zu bewirken. Außerdem sollen Wege aufgezeigt werden, wie erfolgreiche Maßnahmen in die Fläche gebracht werden können.

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Baden-Württemberg02.06.2022
Kultur- und Agrarlandschaften

Entwicklung und Evaluierung insekten- und spinnenfreundlicher Mähtechniken als Beitrag zu einer nachhaltigen Form der landwirtschaftlichen Grünlandnutzung

InsectMow

Eine Reihe von Studien belegt, dass ein Großteil der auf landwirtschaftlichem Grünland lebenden Insekten und Spinnen bei der Mahd verletzt und/oder getötet wird. Daher ist davon auszugehen, dass es durch die Häufigkeit und Umfang der Mahd auf intensiv genutztem Grünland zu einem „Überfischungseffekt“ gekommen ist, der maßgeblich zum Insektenrückgang beigetragen hat. Dieser Aspekt ist bislang in der Diskussion über den Insektenschwund vernachlässigt worden. Um dem Insekten- und Spinnensterben auf unseren Grünlandflächen entgegenzuwirken, entwickeln und evaluieren wir ein insekten- und spinnenschonendes Scheibenmähwerk. Das Scheibenmähwerk wird so modifiziert, dass durch eine verbesserte Luftführung weniger Insekten und Spinnen angesaugt und getötet werden. Für dieses Mähwerk wird weiterhin eine wirksame Insektenscheuche konstruiert, die Insekten zur Flucht vor dem Mähwerk veranlassen soll. Wir erwarten, dass die zu entwickelnde optimierte Insektenscheuche und das modifizierte Mähwerk die durch die Mahd verursachten Biodiversitäts- und Biomasseverluste im Grünland signifikant reduzieren können. Bei Übernahme der entwickelten Mähtechnik durch Mähmaschinenhersteller kann das Projekt mit geringen wirtschaftlichen Einbußen der Produktivität einen erheblichen Beitrag zum Schutz der biologischen Vielfalt und den Erhalt von Ökosystemfunktionen von Grünland leisten.

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bundeslandübergreifend02.06.2022
Moore und Feuchtgebiete
Kultur- und Agrarlandschaften

Quervernetzung des Grünen Bandes mit bestehenden Biotopverbundachsen und naturnahen Lebensräumen im Umfeld zur besseren Integration in die Landschaft und für einen länderübergreifenden Biotopverbund

Quervernetzung Grünes Band

Das Grüne Band ist ein einzigartiger Verbund an naturnahen Lebensräumen, der sich entlang des ehemaligen Eisernen Vorhangs entwickelt hat. Es ist der einzige nationale und länderübergreifende Biotopverbund, Leuchtturmprojekt in der Nationalen Strategie zur Biologischen Vielfalt und im „Bundeskonzept Grüne Infrastruktur“ als Rückgrat der Grünen Infrastruktur in Deutschland explizit aufgeführt. Das Projekt „Quervernetzung Grünes Band“ schafft und verbessert Vernetzungen zwischen dem länderübergreifenden Biotopverbund Grünes Band und anderen regionalen, nationalen sowie europäischen Biotopverbundachsen. Das Projekt trägt nachhaltig zur Wiederherstellung von Ökosystemen bei, da verschiedene Maßnahmen zur Herstellung und qualitativen Aufwertung von Lebensräumen im Kontext des funktionalen Biotopverbunds umgesetzt werden und sich somit die Wirkung der Einzelmaßnahmen verstärken kann. Hierzu werden Verbindungsachsen und Trittstein-Biotope vom Grünen Band ausgehend ins Umland geschaffen: In fünf Vernetzungsgebieten, vom Norddeutschen Tiefland bis in den Bayerischen Wald, werden Renaturierungsmaßnahmen in unterschiedlichen Naturräumen und für eine Vielzahl an Lebensraumtypen (z.B. Feuchtgebiete, Moore, Bergwiesen/-weiden) durchgeführt. Zudem werden biotopersteinrichtende Maßnahmen für gefährdete Zielarten wie Kiebitz, Waldbirkenmaus, Fadenmolch und Arnika umgesetzt und innovative Kooperationen mit Landwirtinnen und Landwirten für die Entwicklung von Biotopverbundelementen etabliert.

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Nordrhein-Westfalen01.06.2022
Kultur- und Agrarlandschaften

Vernetztes Rainland - Ein Modellprojekt für den Insektenschutz in der Agrarlandschaft

Vernetztes Rainland

“Vernetztes Rainland” ist ein Modellprojekt für den Insektenschutz in der Agrarlandschaft.

Schwerpunkt des Projektes ist es, im gesamten linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis ein Netzwerk aus blühenden Wegrainen entlang der kommunalen Wege, in einer intensiv genutzten Agrarlandschaft, zu schaffen. Artenreiche Wegraine, die Lebensraum für Insekten bieten, sind im Projektgebiet größtenteils verschwunden und mit diesem Mangel an Habitaten geht auch die Artenvielfalt der Insekten zurück. Durch die Schaffung zusammenhängender Blühflächen leistet „Vernetztes Rainland“ einen großen Beitrag zur Biodiversität von Flora und Fauna und zur Wiederherstellung des Ökosystem-Komplexes Kultur- und Agrarlandschaft.

Die Projektdurchführung geschieht in enger Kooperation mit den Landwirtinnen und Landwirten vor Ort. Neben der Schaffung von Lebensräumen für Insekten wird somit auch die Kommunikation und Kooperation der einzelnen Akteure gestärkt.

Durchgeführt wird das Projekt gemeinsam vom Europäischen Tier- und Naturschutz e.V., der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und der Biologischen Station im Rhein-Sieg-Kreis e.V.

Es entsteht ein Projekt, das in seiner Ausdehnung und seiner einzigartigen Form der Zusammenarbeit bundesweiten Modellcharakter haben kann.

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Niedersachsen01.06.2022
Kultur- und Agrarlandschaften

Eigene Vielfalt - Gemeinsam zum Biotopverbund mit Naturschutz & Landwirtschaft

Eigene Vielfalt

Mit dem Projekt "Eigene Vielfalt" soll der Biotopverbund durch gebietseigene Gehölze in der freien Landschaft gestärkt werden. Von Februar 2021 bis Januar 2024 arbeitet der BUND Landesverband Niedersachsen in Kooperation mit der Landwirtschaftskammer und dem Landvolk Niedersachsen sowie der Stiftung Kulturlandpflege im Gemeinschaftsprojekt daran, dass die 2020 durch den Niedersächsischen Weg formulierten Ziele für den Naturschutz in der Fläche umgesetzt werden. In drei Modellregionen werden Biotopverbundmaßnahmen durch gebietseigene Gehölze gemeinsam mit Naturschützer*innen, Landwirt*innen, Behörden sowie weiteren Akteur*innen im ländlichen Raum wie Baumschulen, Jägerschaft und Wasser- und Bodenverbänden beispielhaft geplant und umgesetzt.

Gemeinsam mit den über 130 Projektpartner*innen werden zudem Leitbilder, Qualitätskriterien und Handlungsempfehlungen erarbeitet, an Hand derer standortangepasste Gehölzbereiche und Krautsäume aus gebietseigenen Pflanzen in der Landschaft entstehen.

In den letzten 60 Jahren ist ca. die Hälfte aller Hecken aus der deutschen Agrarlandschaft verschwunden. Dabei kommt Hecken eine große Bedeutung zu, da sie CO2 in gleichem Maße wie Wälder aufnehmen können und ein milderes Mikroklima schaffen. Und nicht zuletzt bieten sie Vögeln, Insekten und anderen Tieren Nahrung und Nistplätze und es entstehen vernetzte Lebensräume.

Mit der Wiederherstellung der Hecken trägt der BUND maßgeblich zum Arten- und Klimaschutz bei.

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Nordrhein-Westfalen01.06.2022
Kultur- und Agrarlandschaften

Wilde Vielfalt im Museum

Wilde Vielfalt im Museum

Das dreijährige Projekt „Wilde Vielfalt im Museum“ der Stiftung Rheinische Kulturlandschaft (Projektträger) und des LVR-Freilichtmuseums Kommern (Kooperationspartner) hat zum Ziel, die biologische Vielfalt früher häufiger, heute jedoch seltener Wildpflanzenarten der Äcker und Dörfer dauerhaft zu erhalten und zu fördern. Hierzu kombiniert das Projekt die Erhaltung der Arten und ihrer Gesellschaften auf Schutzflächen des Museums mit zahlreichen Umweltbildungsaktivitäten. Dazu gehören u.a. ein digital unterstützter Wildkräuter-Rundweg, Kurse für ehrenamtliche Wildkrautpaten, eine Ausstellung zum Wert von Wildkräutern, Entdeckungsreisen, Grüne Klassenzimmer sowie Führungen für Familien und Fachpublikum.

Auf diese Weise leistet das Projekt „Wilde Vielfalt im Museum“ DIREKT durch Erhaltungsmaßnahmen und INDIREKT durch vielfältige Bildungsangebote einen Beitrag dazu, die Artenvielfalt von Agrarökosysteme zu sichern und wiederherzustellen. Es führt somit das Projekt „Unkraut vergeht nicht – stimmt nicht!“, in dem der Fokus auf dem Dreischritt „Sammeln – Vermehren – Wiederansiedeln“ lag, für den Naturraum Eifel (NRW) weiter und ergänzt dieses in zweierlei Hinsicht: Zum einen werden neben gefährdeten Ackerwildkräutern auch dorftypische Ruderalarten, die aufgrund der „Verstädterung“ ländlicher Siedlungen zunehmend verschwinden, in den Fokus genommen. Zum anderen gewinnen zahlreiche Vermittlungsangebote Engagierte für die eigenständige Förderung der Wildkräutervielfalt in Feld und Dorf.

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