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Bestäuberpopulationen
Aktivierungsprojekte

Der Friedhof lebt - Interreligiöse Archegärten in Deutschland

Nordrhein-Westfalen
Friedhöfe als Stadtnaturstandorte bieten vielen verschiedenen Pflanzen- und Tierarten einen Schutzraum. Das Projekt initiiert konkrete Maßnahmen zum Schutz von Bestäubern auf Friedhöfen und gibt vielfältige Beispiele, wie die Lebensqualität für unsere heimische Bestäubervielfalt gefördert werden kann. Friedhöfe werden zu „Archegärten“. Ein Archegarten ist der außerschulische Lern-, Ruhe- und Begegnungsort, der nicht das Lebensende, sondern Lebenskreisläufe in den Fokus nimmt. Die biologische und kulturelle Vielfalt wird im Archegarten für alle erfahrbar. Interreligiöse Mitweltbildungsangebote und Maßnahmenbeispiele, die das Projekt auf acht "Pilot-Archegärten" in fünf Bundesländern auf Grabfeldern von drei verschiedenen Religionszugehörigkeiten zum "Archegarten Konzeptzyklus" entwickelte, bieten Erlebnispädagogik zu 10 praktischen und spirituellen Themenfeldern und zeigen Handlungskompetenz für mögliche Optimierungsbeiträge für jeden Friedhof der Nachbarschaft in ganz Deutschland auf.
Ruheort in MünsterFoto: Tonja Cappiello

Details

Projektträger:
Institut für Theologische Zoologie e.V.
Förderprogramme:
Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit sowie durch die Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen.
Kooperationspartner:
Uni Münster (Institut für Landschaftsökologie, Institut für Islamische Theologie, Wissens- und Technologietransfer, Agroforst Monitoring), Uni Potsdam (School of Jewish Theology), Bistum Münster, Erzbistum Köln

Projektbeschreibung

Zu Beginn zur weiteren Projektbeschreibung folgendes Videoangebot: https://www.youtube.com/watch?v=ieO91H3GGu0 Im Projekt „Der Friedhof lebt“ (Institut für Theologische Zoologie e. V.) werden seit 2023 christliche, muslimische und jüdische Friedhöfe neu zu „Archegärten“ profiliert. Auf acht Pilotfriedhöfen in fünf Bundesländern ist dies inzwischen verwirklicht worden. Ein Archegarten ist ein gewöhnlicher Friedhof wie jeder andere. Was ihn zum Archegarten macht, ist die Einbindung in ein didaktisches Konzept, bei dem der Friedhof zum außerschulischen Lern-/Begegnungsort und Medium wird. Die Archegartendidaktik beschreibt eine interweltanschauliche Mitweltbildungsdidaktik. Auf einem Archegartengelände können Schilder Impulse zum Nachfühlen und -denken geben, werden Begegnungs- und Ruheplätze eingerichtet und ökologisches Erfahren initiiert sowie pädagogische Veranstaltungen (Mitweltbildungsmodule) und ökologische Archegarten- Maßnahmen nach dem Prinzip „Tun durch Unterlassen“ durchgeführt. Der Friedhof als Archegarten ist mehr als ein Lernort. Er ist auch Medium nachhaltiger Bildung im Sinne der Nationalen Strategie zur Biologischen Vielfalt 2030 nach Beschluss des Bundeskabinetts und des UNESCO Bildungskonzepts „Education for Sustainable Development Goals“ – Bildung für nachhaltige Entwicklung im Rahmen der 17 Ziele für Nachhaltige Entwicklung der Agenda 2030 der Vereinten Nationen. Die verschiedenen Anforderungssituationen für ökologisches Handeln und die interreligiösen sowie interweltanschaulichen Überschneidungssituationen, die der Friedhof mit seinen Themen bietet, verbinden sich mit Bezugsbereichen und Lerndimensionen in einer Weise, die sowohl ganzheitliches als auch vernetzendes Lernen ermöglicht. Lernende erwerben dabei auch Kompetenzen, die sie zu systemischem Denken und Handeln befähigen. Sie erfahren Wertebildung im Kontext der Pluralität von Religionen und Weltanschauungen. Sie erlernen nachhaltiges Handeln im Kontext der ökologischen Krise und deren lokalen und globalen Auswirkungen. Die Archegartendidaktik achtet den Friedhof als Ort der letzten Ruhe. Das Konzept transportiert nichts Fremdes in den Friedhof hinein. Der Friedhof trägt die Bildungsanlässe bereits in sich. Die Archegartendidaktik lässt den Friedhof für sich sprechen. Sie arbeitet anhand individueller Friedhöfe eine spezifische Bildungslandschaft heraus, die sich in ihren wesentlichen Elementen auf allen Friedhöfen widerspiegeln und übertragen lassen (s. Archegartenkonzept: Themenzyklus aus 10 ökologischen Archegartenelementen und diesen jeweils zugeordneten interweltanschaulichen Themenfeldern). Zielgruppe sind Lernende unterschiedlichen Alters und verschiedener sozialer sowie kultureller Hintergründe. Die Archegartendidaktik begleitet die Lernenden durch eine handlungsorientierte, an Erlebnispädagogik ausgerichtete Methodik bei der selbständigen Gewinnung von Erkenntnissen durch Beobachtung und Reflexion sowie beim respektvollen Austausch von Erfahrungen und Wissen.

Dokumente

2023_11_20_DFhl-türk_flyer.pdfGröße 3393 KB
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2024_03_12_derfriedhoflebt.pdfGröße 3177 KB
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2025_03_26_Archegartenkonzept_10.pdfGröße 432 KB
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2025_ICON_Serie.pdfGröße 1424 KB
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