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Aktivierungsprojekte
NaturVielfalt Leben im Landkreis München
Bayern
Das Projekt „NaturVielfalt Leben im Landkreis München“ wurde wegen des starken Rückgangs der Biodiversität, besonders bei Insekten, gestartet. Es setzt die Bayerische Biodiversitätsstrategie auf Landkreisebene um und fördert gezielt Insekten- und Pflanzenarten und deren Lebensräume, vor allem in artenarmen „Coldspots“. Ziel ist der dauerhafte Erhalt und die Verbesserung der biologischen Vielfalt, der landschaftlichen Schönheit und der Kulturlandschaften. Das Besondere ist der landkreisweite Ansatz, der eine Zusammenarbeit mit und unter den Kommunen ermöglicht. So entstehen vernetzte Lebensräume, die über Gemeindegrenzen hinausgehen und die Artenvielfalt effektiver schützen als Projekte auf Gemeindeebene. Das stärkt ökologische Korridore, erhöht die Widerstandsfähigkeit der Arten und sichert langfristig ihre Existenz. Damit trägt das Projekt wesentlich zum Schutz der natürlichen Lebensräume im Landkreis München bei.

Holzbiene an WiesensalbeiFoto: Detroitius (User auf Pixabay; Inhaltslizenz Pixabay)
Details
- Projektträger:
- DLR Projektträger
- Förderprogramme:
- Bundesprogramm Biologische Vielfalt, BfN mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit
- Kooperationspartner:
- Landratsamt München
Projektbeschreibung
Ziele:
1. Förderung der Arten- und Sortenvielfalt
2. Förderung von Lebensraumvielfalt und Biotopverbund (vor allem in den Coldspots)
3. Sensibilisierung, Erleben, Erforschen und Verstehen der biologischen Vielfalt
Maßnahmen:
Gemeinden: Workshops und Schulungen für Umweltreferenten und Bauhofmitarbeitende zum Thema artenreiche Flächenanlage und -pflege, Beratung bei Fragen rund um Biodiversität, Flächenaufwertung
Kooperation mit Klimaanpassung: Einbringen des Themas Biodiversität beim Ausarbeiten von Klimaanpassungsmaßnahmen; (geplante) Neophyten-Aktion mit drei Gemeinden als Vorreiterprojekt
Gewerbe: Ab 2026 geplante Zusammenarbeit mit Wirtschaftsförderern zur Aufwertung von Gewerbegebieten; Broschüre für positive Beispiele von Unternehmen geplant
Landwirtschaft: Landwirtschaftliche Beratung für Extensivierung und Ackerwildkrautförderung
Umweltbildung: Drei Schulwettbewerbe, Errichtung von zwei Insektenlehrgärten, wiederkehrende Lehrkräftefortbildungsreihe und Ferienfreizeiten für Kinder, VHS-Kurse für Erwachsene
Privatgarten: Drei Gartenwettbewerbe und Beratung zur naturnäheren Gestaltung
Insektenvielfalt: Insektenkartierung, Hilfsprogramm und Entwicklung eines Biodiversitätskonzept zur Biotopvernetzung ab 2026
Impulsprojekte: kostenfreie Ausgabe artenreichen Saatguts und heimischer Gehölze für Kommunen und Privatpersonen
Bisherige Ergebnisse 2023-2026:
-Gemeinden und Bauhöfe: 78 Teilnehmende bei 7 Workshops, 2 kommunale Workshops mit je 2 Gemeinden (Umweltreferenten), 40 Teilnehmende bei Online-Vortrag über Biodiversitätsverlust und Projektangebot (Saatgut, Beratung, Ausgabe heimischer Gehölze und Schilder für artenreich gepflegte Wiesen)
-Schulwettbewerbe und teilnehmende Schulen: Zwei Wettbewerbe bisher mit 24 angemeldeten Schulen, die Maßnahmenumsetzung für die biologische Vielfalt beginnt dieses Jahr
-Gartenwettbewerbe: Zwei Wettbewerbe bisher mit insgesamt 56 Teilnehmenden
-Landwirtschaft: Ackerwildkrautkartierung sowie 2 Feldtage für die Erwachsenenbildung
-Zwei Insektenlehrgärten: in Kooperation mit zwei Gemeinden, beide Gärten bereits in Planung
-Lehrkräftefortbildungsreihe: 83 Teilnehmende bei 8 durchgeführten Fortbildungstagen 2024+2025, 2026: 7 geplante Fortbildungstage
-Ferienfreizeiten: 67 Teilnehmende bei 13 Ferienfreizeittagen in 2024+2025, 2026: 10 geplante Ferienfreizeittage
-VHS-Kurse: 192 Teilnehmende bei 12 Kursen, 2026: 27 geplante Kurse zu Themen wie naturnaher Garten, den Garten insektenschonend für den Winter vorbereiten, Heuschreckenexkursionen, Wildpflanzen- und Ackerwildkrautführungen, Sensenkurse und weitere Vorträge
-Insektenvielfalt: 60 untersuchte Flächen in verschiedenen 5 Lebensraumtypen in 19 Gemeinden mit Malaise-Fallen und DNA-Barcoding, 18.000 Funde mit 2.143 Arten, darunter 105 rote Liste Arten; Aufnahme von Zielarten für Saatgutanpassung und in Umweltbildungsmaßnahmen
-Angesäte Fläche mit artenreichem, standortangepasstem Saatgut: 330,58 kg für 33.058 m² auf über 150 Flächen, kommunal und privat
