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Wälder

Anpassungs- und Umsetzungsstrategien für Stockausschlagwälder in Steillagen mit herausragenden Schutzfunktionen im Klimawandel

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz besitzt ca. 160.000 Hektar Stockausschlagwälder. Die klassische Form der Bewirtschaftung dieser Wälder ist in den letzten Jahrzehnten zum Erliegen gekommen. Ohne Bewirtschaftung werden die Schutzfunktionen massiv beeinträchtigt, vor allem in Steilhanglage. Ziel des Projektes war eine Handlungsanleitung, wie Stockausschlagwälder an den Klimawandel angepasst bewirtschaftet werden können, um dabei ihre Boden- und Naturschutzfunktion sowie die Objektschutzfunktion, u.a. für Straßen und Bahntrassen, zu erhalten. Die Handlungsanleitung wurde auf Demonstrationsflächen umgesetzt. Damit verbunden war ein waldbauliches Coaching von Multiplikatoren.

Freigestellter StabilitätsträgerFoto: Landesforsten RLP, Johannes Nass

Details

Projektträger:
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, Professur für Forstökonomie und Forstplanung
Adresse:
Schnewlinstr. 10
79098 Freiburg
Förderprogramme:

Waldklimafonds, Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)

Kooperationspartner:
unique land use GmbH. Landesforsten Rheinland-Pfalz
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Projektbeschreibung

Für das Vorhaben waren 3 Jahre Bearbeitungszeit geplant. Konkrete Ziele waren neben der Entwicklung einer bundesweit einsetzbaren Handlungsanleitung, wie Stockausschlagwälder mit herausragenden Schutzfunktionen bei gleichzeitiger Sicherung ihrer Funktionen an den Klimawandel angepasst werden können auch die Umsetzung der Handlungsanleitung auf Demonstrations- und Monitoringflächen, verbunden mit einem Coaching von Multiplikatoren. Zudem wurde im Projekt die Waldentwicklung im Klimawandel unter Nutzung von vorhandenen regionalen Klimaprojektionen simuliert, um Aussagen über Baumarteneignungen auf Stockauschlagflächen treffen zu können.

Arbeitsschritte und Ergebnisse des Projektes:

• Besonders betroffene Stockausschlagwälder, in denen ein Eingreifen zur Sicherung der Schutzfunktionen erforderlich ist, wurden in Rheinland-Pfalz über eine Auswertung von Geodaten und Walddaten identifiziert

• Ein Klassifizierungsschlüssel zur Schutzwirkung und strukturellen Gefährdung von Stockausschlagwäldern wurde entwickelt, der gestattet typische Waldflächen detailliert zu erfassen und ihre Schutzfunktion und Gefährdung zu klassifizieren. Existierende aktuelle regionale Klimaprojektionen wurden für die identifizierten Regionen mit Stockausschlagwäldern ausgewertet und angepasst

• Auf dieser Basis wurden Waldentwicklungs-Simulationen für typische Stockausschlagwälder parametrisiert, um Klimafolgen abschätzen zu können

• Wegen der extremen Standorte und teilweise auch aus seltenen Baumarten zusammengesetzten Wälder wurden die aus Simulationen ermittelten Klimafolgen durch Experten regelbasiert verfeinert

• Basierend auf der Abschätzung der Klimafolgen wurde unterstützt durch Expertenworkshops eine Handlungsanleitung erstellt, die Empfehlungen zu waldbaulichen und technischen Anpassungsmaßnahmen beschreibt und unterstützende Entscheidungsbäume enthält

• Auf drei Demonstrationsflächen wurden in der Folge die Handlungsanleitungen aktiv und pilothaft umgesetzt

• Zuletzt wird ein Programm waldbaulicher Coachings mit Multiplikatoren auf den Demonstrations- und Monitoringflächen von Landesforsten Rheinland-Pfalz entwickelt

Dokumente

Presse-zur-Hangsicherung-im-Forstamt-Boppard.pdfGröße 183 KB
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Rhein-Hunsrück-Zeitung-20.11.2021_-23.pdfGröße 1824 KB
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