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Kultur- und Agrarlandschaften

Rebhuhn retten - Vielfalt fördern!

bundeslandübergreifend

Das zweijährige Verbundprojekt „Rebhuhn retten – Vielfalt fördern!“ des Deutschen Verbands für Landschaftspflege, der Georg-August-Universität Göttingen und des Dachverbands Deutscher Avifaunisten e.V. konzentriert sich sowohl auf die Analyse des verfügbaren Wissens zum Rebhuhnschutz als auch auf die bundesweite Vernetzung aller relevanten Akteure. Aufbauend auf diesen Vorarbeiten sollen potenzielle Projektgebiete mittels eines Bewerbungsverfahrens ausgewählt und künftige Projektpartner hinsichtlich der Vorbereitung und Schaffung bestmöglicher Rahmenbedingungen für die Maßnahmenumsetzung geschult werden. Die praktische Umsetzung von Maßnahmen in unterschiedlichen Naturräumen Deutschlands sowie die Erfolgskontrolle durch das Monitoring der Rebhuhnbestände und ausgewählter Insektengruppen stehen im Fokus eines Folgeprojektes.

Das vorbereitende zweijährigen Projekt und das sich anschließende Umsetzungsprojekt sollen dazu beitragen, den Rückgang der Biodiversität in den Agrarlandschaften Deutschlands zu stoppen und eine Trendumkehr zu bewirken. Außerdem sollen Wege aufgezeigt werden, wie erfolgreiche Maßnahmen in die Fläche gebracht werden können.

Rebhuhn retten - Vielfalt fördern!

Details

Projektträger:
Deutscher Verband für Landschaftspflege
Adresse:
Promenade 9
91522 Ansbach
Förderprogramme:

Das Projekt „Rebhuhn retten – Vielfalt fördern!“ wird im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, und nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz sowie mit Mitteln des Niedersächsischen Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, des Bayerischen Naturschutzfonds, der Manfred-Hermsen-Stiftung und des Deutschen Falkenordens e.V. gefördert.

Kooperationspartner:
Deutscher Verband für Avifaunisten, Universität Göttingen Abt. Naturschutz
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Projektbeschreibung

Wissenschaftliche Untersuchungen, unter anderem der Universität Göttingen, zeigen, dass sich Schutzmaßnahmen für das Rebhuhn auf zahlreiche Tierarten der Agrarlandschaft positiv auswirken ‒ zum Beispiel auf blütenbesuchende Insekten, Niederwild und weitere Agrarvögel. Somit ist das Rebhuhn eine Leitart für den gesamten Lebensraum „Agrarlandschaft“. Maßnahmen, die dem Rebhuhn nutzen, können demnach einen wichtigen Beitrag zur Wiederherstellung und Erhalt der Artenvielfalt in den Agrarlandschaften Deutschlands leisten.

Ein weiteres Augenmerk liegt dabei auch auf den Insekten. Insekten sind die Nahrungsgrundlage für den Rebhuhnnachwuchs und erfüllen wichtige Öko-systemleistungen wie z.B. Bestäubung von Nutzpflanzen. Der alarmierende Rückgang der Artenvielfalt, Abundanz und Biomasse unterschiedlichster Insektenordnungen wird in zahlreichen Publikationen belegt. Untersuchungen der Universität Göttingen und anderer weisen darauf hin, dass sich Schutzmaßnahmen für das Rebhuhn auch auf diese Artengruppe positiv auswirken.

Das zweijährige Verbundprojekt (2021-2023) konzentriert sich auf die Analyse des verfügbaren Wissens zum Rebhuhnschutz und eine bundesweite Vernetzung aller relevanten Akteure. Auf dieser Grundlage sollen potenzielle Projektgebiete mittels eines Bewerbungsverfahrens ausgewählt und lokale Akteure als künftige Projektpartner hinsichtlich der Vorbereitung und Schaffung bestmöglicher Rahmenbedingungen für die Maßnahmenumsetzung geschult werden. Das im Projekt gesammelte Wissen wird den lokalen Akteuren über Workshops zur Verfügung gestellt. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Thema Flächenakquise.

Anschließend an dieses Projekt sollen in einem Folgeprojekt (2023-2029 )Maßnahmen zum Rebhuhnschutz – optimiert für den Schutz der Insektenfauna - in den ausgewählten Projektgebieten durch die lokalen Partner umgesetzt werden. Die Erfolgskontrolle wird durch ein Monitoring der Rebhuhnbestände erfolgen. Zu dem haben die Projektgebiete eine Fläche von mind. 100km^2, auf denen Maßnahmen für das Rebhuhn und begleitende Arten der Agrarlandschaft umgesetzt werden sollen - das ist einzigartig. Bisherige Gebiete sind zu klein oder lokal isoliert.

weitere Ziele, sind:

Analyse der bundesweiten Förderbedingungen hinsichtlich Rebhuhn- und Insektenschutz und Optimierung der AUKM (oder Folgeprogramme)

Information und bundesweite Vernetzung der Akteursgruppen, zielgruppengerechte Aufbereitung der Projektergebnisse und Information der breiten Öffentlichkeit.

Analyse der bundesweit verfügbaren Daten zur aktuellen Bestands- und Gefährdungssituation des Rebhuhns, soweit möglich differenziert nach Bundesländern und naturräumlichen Einheiten

Überarbeitung von Monitoring-Methoden (Rebhuhnbestand und ggf. weitere Feldvogelarten, ausgewählte

Insektenarten der Agrarflur)

Dokumente

Flyer-Rebhuhn-retten-komprimiert.pdfGröße 1291 KB
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